Friedrichshafen Schulalltag nach DSDS-Rummel

Für Viola Xhemali ist die TV-Show schon lange vorbei. Jetzt steht Büffeln statt Singen auf dem Plan. Das Thema Casting ist für sie und für die Zukunft aber noch nicht abgehakt.

Die 34 Top-Kandidaten bei „Deutschland sucht den Superstar“ für den Recall in Thailand stehen fest. Die 12. Staffel der Talent- und Castingshow strebt dem Finale entgegen. Und Viola Xhemali, DSDS-Kandidatin aus Friedrichshafen, sitzt zu Hause und büffelt für die Mathe-Arbeit. Für die 19-jährige Schülerin der Droste-Hülshoff-Schule ist der Alltag nach dem DSDS-Rummel schon längst wieder eingekehrt. „Hier ist alles wieder ganz normal wie früher“, erzählt sie frei heraus. Dass heißt, nicht ganz: „Man wird stärker, erfährt, dass man etwas dafür tun muss, wenn man etwas erreichen will“, sagt sie und bezieht das auf die Schule. „Ich war vorher eigentlich richtig faul. Jetzt tue ich deutlich mehr.“

Das Mikrofon legt sie natürlich auch nach dem Aus bei DSDS nicht aus der Hand, auch wenn schon in Köln beim Deutschland-Recall Endstation für sie war. „Ich bin nicht wirklich enttäuscht“, sagt Viola Xhemali. Immerhin hat sie es unter Tausenden Kandidaten unter die 100 Besten geschafft. Darauf ist sie schon ein bisschen stolz. Insgesamt sei DSDS für sie eine positive Erfahrung gewesen. „Ich fand's einfach cool“, sagt sie lachend. Schließlich habe sie es wenigstens einmal ins Fernsehen geschafft. Das könne nicht jeder Teilnehmer von sich sagen.

Der Mitschnitt des Recall-Auftritts in Köln wanderte dafür gleich ins Archiv. Zwei Tage lang habe sie in einem Hotel in ihrer Gruppe mit drei weiteren Kandidaten geprobt. Ausgestrahlt wurde das Video aber nicht, obwohl zwei ihrer Mitkandidaten mit nach Thailand fliegen durften. Sie selbst habe diesmal von der Jury auch so gut wie kein Feedback bekommen. „Eine andere aus meiner Gruppe hat in der ersten Runde genau wie ich den gelben Zettel bekommen, war aber überhaupt nicht im Fernsehen zu sehen. Und so ging es einigen“, erzählt die 19-Jährige. „Das ist ja dann fast so, als wärst du gar nicht dabei gewesen. Für die Leute ist das schade.“ Letzten Endes sei auch nur ein Bruchteil der Castings ausgestrahlt worden. Umso mehr freut es die Häflerin, dass sie dabei war. Und für diesen Auftritt hat sie auch große Resonanz bekommen, „und fast nur positive Rückmeldungen“. „Meine große Schwester ist vor dem Fernseher fast ausgerastet“, erzählt sie lachend.

Schon allein für diese Anerkennung habe sich das Ganze gelohnt, sagt die Häflerin. Von jetzt auf gleich werde niemand ein Star. „Da spielt das Glück schon eine große Rolle.“ Sie habe bei den Proben und der Warterei in der Lounge viele Leute kennengelernt, die so richtig gut bei Stimme waren. Professionelle Sänger, die eine tolle Performance hingelegt hätten und trotzdem wieder heimfahren mussten. „Es kommt immer darauf an, was die für Leute suchen, die in ihr Schema passen“, meint sie.

Und deshalb werde sie es im nächsten Jahr vielleicht sogar noch einmal versuchen, bei einer Fernseh-Castingshow zu landen, obwohl die Konkurrenz immer größer und auch besser werde. Möglicherweise passe ihre Stimme ja auch einmal in ein gewünschtes Raster.

So lange singe sie eben dort, wo sie gebucht werde, die Menschen sie hören möchten.

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