Friedrichshafen Schöllhorn-Areal: Penthäuser machen den Unterschied

Bei der Auswahl, welcher Entwurf umgesetzt wird, waren für den Bauherren August Junker Penthäuser und Wohnungen mit Seeblick entscheidend. Der Siegerentwurf ging daher aus dem Rennen, der Entwurf eines Häfler Büros ist für Junker der Beste.

Die Entscheidung ist gefallen. "Der Entwurf vom Büro Kienzle, Vögele, Blasberg für die Bebauung auf dem ehemaligen Schöllhorn-Areal ist für mich der Beste", erklärt Bauherr August Junker. Denn bei diesem Vorschlag seien "qualitätsvolle Wohnungen" vorgesehen, die zum großen Teil Seesicht hätten. "Außerdem sind bei diesem Entwurf vier Penthouse-Wohnungen geplant, genau, wie die Kunden es sich vorstellen", erklärt der Bauherr.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass der Sieger des Architekturwettbewerbes, den die Stadt zur Voraussetzung gemacht hatte, aus dem Rennen sei. "Beim Entwurf des Siegerarchitekten Rogg wurde die Architektur über die Wohnungsplanung gestellt, deswegen haben wir uns dagegen entschieden", erklärt Junker nun. Anfang Dezember schon sollen die Entwürfe dem Technischen Ausschuss vorgestellt werden. "Dann wird final entschieden", so Junker. Er hat die Entscheidungshoheit darüber, welcher der drei Siegerentwürfe genommen wird. Selbst wenn die Mitglieder des Technischen Ausschusses nicht einverstanden wären, könnte Junker den zweitplatzierten Entwurf umsetzen.

Baubürgermeister Stefan Köhler bestätigte, dass der TA sich noch einmal mit den Entwürfen beschäftigen werde. Allerdings könnten keine tiefgreifenden Änderungen mehr verlangt werden. "Eine Bedingung der Stadt beim Grundstücksverkauf war, dass der Käufer einen Fassadenwettbewerb durchzuführen hat. Damit sollte das Interesse der Stadt sichergestellt werden, an der Friedrichstraße eine hohe städtebauliche Qualität zu erzielen", so Köhler.

Dem wurde mit dem Wettbewerb Genüge getan. Nun wird sich erst im Genehmigungsverfahren herausstellen, ob noch Änderungen vorgenommen werden müssen. "Wenn etwa Abstände oder feuerrechtliche Vorschriften dies verlangen, wäre dies möglich", so Köhler.

Im Internet wird bereits über die neuesten Entwicklungen diskutiert. Der Entwurf, der zum Zuge kommen soll, wird wahlweise als "hässlicher Kasten", "Bunker" oder "gesichtlos" kritisiert. Es gibt aber auch positive Stimmen: Der jetzt avisierte Entwurf sei "noch der erträglichste" – die anderen beiden (gequetschter Weltkriegsbunker und Containerstapel)" könne man knicken.

Für diesen Entwurf hat sich Bauherr August Junker entschieden. <em>Bild: Kienzle, Vögele, Blasberg</em>
Für diesen Entwurf hat sich Bauherr August Junker entschieden. | Bild: Kienzle, Vögele, Blasberg

So geht es weiter

Nach der Informationen des Technischen Ausschusses Anfang Dezember wird das Büro Kienzle, Vögele, Blasberg aus Friedrichshafen vom Bauherrn den Planungsauftrag erhalten. Dann könnte Mitte nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden. Bauherr August Junker rechnet mit zwei Jahren Bauzeit. Vor Mitte 2020 könnten die neuen Gebäude also nicht bezogen werden. 

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