Friedrichshafen Mehr als 300 Katamaranfahrten fallen 2017 aus

Wegen Wind und Wellen kann der Katamaran immer wieder nicht ablegen.

Morgens um fünf meldet der Kat-Ticker am Dienstag, dass die Katamarane aufgrund der aktuellen Wetterlage auf dem See nicht verkehren können. "Der Wind hat für starken Wellengang gesorgt", erklärt Christoph Witte, Geschäftsführer der Katamaran-Reederei, auf Anfrage des SÜDKURIER. Ab einer Wellenhöhe von 1,20 Metern müsse der Betrieb bei diesem Schiffstyp eingestellt werden.

Bis 18. Dezember fielen im Jahr 2017 nach Angaben der Reederei witterungsbedingt insgesamt 305 Fahrten des Katamarans aus. "Drei Prozent der Kurse konnten wir im vergangenen Jahre dadurch nicht fahren", erklärt Witte. Seit der Gründung sei wegen des Wetters ein Prozent der Fahrten ausgefallen. "Von der Wetterlage war 2017 für uns ein schlimmes Jahr", macht Witte deutlich. Als Verkehrsbetrieb müsse man sich darauf einstellen, dass extreme Wetterlagen zunehmen und sich auf den Betrieb auswirken werden. "Für die Fahrgäste ist es natürlich eine Katastrophe, wenn sie aufgrund der Wetterbedingungen mit dem Kat nicht zur Arbeit oder ins Museum kommen", so der Katamaran-Geschäftsführer.

Bis 18. Dezember sind im Jahr 2017 witterungsbedingt insgesamt 305 Fahrten des Katamarans ausgefallen. Die Reederei will den Ersatzverkehr und die Informationen für die Fahrgäste verbessern.
Die Reederei will den Ersatzverkehr und die Informationen für die Fahrgäste verbessern. | Bild: Felix Kaestle

Neben der Information durch den Kat-Ticker würden bei Ausfällen momentan die Schiffsführer den Fahrgästen vor Ort Alternativen aufzeigen, etwa mit dem Städteschnellbus oder der Fähre. Man wolle künftig mit Verkehrsbetrieben am See Gespräche führen, um den Ersatzverkehr in solchen Fällen zu verbessern. Außerdem wolle man nach Angaben von Christoph Witte die Fahrgäste noch besser informieren. "Momentan erfährt man über den Kat-Ticker, wenn der Katamaran nicht fährt, allerdings werden einem dort noch keine Alternativen aufgezeigt", erläutert Witte.

Das soll künftig anders werden. Am Fahrkartenautomaten soll ein Monitor angebracht werden, der dem Fahrgast Alternativrouten anzeigt. "Ich hoffe, dass wir das im ersten Quartal umsetzen können", so Witte.

Vom 8. Januar bis 28. Februar bietet die Reederei das Tarifangebot Schneeflocke an. Erwachsene fahren für 12,50 Euro hin und zurück, Kinder für 6,50 Euro und Kleingruppen für 31,50 Euro.

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