Friedrichshafen MTU-Pilotprojekt mit Zeitkonten

Beim Friedrichshafener Motorenbauer Rolls Royce Power Systems verzögert sich die Einführung eines Drei-Konten-Modells für die Arbeitszeit.

Erst im Oktober 2018 soll beim Motorenbauer MTU der Pilotversuch mit drei Zeitkonten beginnen. Dies sagte Betriebsratschef Thomas Bittelmeyer auf einer Pressekonferenz nach der von rund 4000 Beschäftigten besuchten Betriebsversammlung in der Messe. Ursprünglich gingen die Mitglieder der Projektgruppe des Betriebsrates davon aus, dass der Pilotversuch am 1. April kommenden Jahres starten sollte. Doch noch läuft nicht alles rund mit den Eintragungen in die drei Zeitkonten. Neben einem persönlichen und einem betrieblichen gibt es ein Lebenszeitkonto. Letzteres kann beispielsweise dazu dienen, eine längere Auszeit (eine Sabbatical) zu nehmen oder aber früher in Ruhestand zu gehen. Helene Sommer, Funktionärin der Industriegewerkschaft Metall, wies während der Pressekonferenz darauf hin, dass die ab Oktober 2018 beginnende Pilotphase dazu diene, das System im Echtbetrieb einer kritischen Prüfung zu unterziehen. In den Abteilungen, die in den Pilotversuch einbezogen werden, hätten die Beschäftigten die Möglichkeit, zu sagen, wo es klemmt. Aufgrund dieser Rückmeldungen werde dann nachgesteuert. Thomas Bittelmeyer bezeichnet dieses dreigeteilte Modell als ein gutes. Mit Helene Sommer ist er sich einig, dass es den MTUlern eine größere persönliche Flexibilität ermögliche. Nach Abschluss der Pilotphase sollen alle Beschäftigten von Rolls Royce Power Systems (RRPS) über drei Zeitkonten verfügen können. Ein Mehr an Flexibilität, was die Gestaltung der Arbeitszeit anbelangt, ist eine der zentralen Forderungen der Tarifauseinandersetzungen in der Metall- und Elektroindustrie, wie Helene Sommer hinzufügte.

Weniger Betriebsräte

Aufgrund der schrumpfenden Zahl an RRPS-Beschäftigen wird es ab 2018 einen kleineren MTU-Betriebsrat geben. Nach Angaben von Hans-Jürgen Nirschl wird das neue Gremium statt 33 nur noch 31 Sitze haben und die Zahl der freigestellten Betriebsräte, die diese Aufgabe hauptberuflich machen, wird von neun auf acht sinken. Im Rahmen einer Betriebsversammlung kann die Belegschaft am 1. März 2018 wählen. Einen zweiten Wahltermin gibt es am 9. März. Neben einer gemeinsamen Liste von IG Metall und Freier Liste wird die Christliche Gewerkschaft Metall mit einer Liste antreten.

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