Friedrichshafen Katamaran kollidiert mit Segelboot: Was wir über den Zusammenstoß auf dem See wissen

Beim Zusammenprall des Katamarans Constanze mit einem Segelboot, wurde die 64 Jahre alte Seglerin, die das Schiff steuerte, leicht verletzt. Den Schaden beziffert die Wasserschutzpolizei (Wapo) mit 155.000 Euro. Der Kat war am Freitag im Linienverkehr auf dem Bodensee von Konstanz nach Friedrichshafen unterwegs. Der Unfall ereignete sich in der Höhe von Hagnau. Nach Darstellung der Wapo hatte der Schiffsführer des Kat das Segelboot übersehen.

Sowohl das Segelboot, eine Yacht Typ "Faurby 330", das von der 64-Jährigen gesteuert wurde, als auch der Katamaran, der von einem 54-jährigen Schiffsführer gesteuert wurde, fuhren aus Konstanz kommend in Richtung Friedrichshafen. Aus bislang nicht bekannten Gründen übersah der Schiffsführer die Segeljacht und prallte mit der linken Schiffsfront gegen das Boot. Den Schiffsführer erwartet nach Angaben der Wapo nun unter anderem eine Anzeige wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs. Im Bereich der Unfallstelle war der Katamaran nicht vorfahrtsberechtigt.

Die 64-Jährige und ihr 69-jähriger Ehemann wurden durch den Zusammenprall mit dem Kat über Bord geschleudert. Das Segelboot im Wert von 150.000 Euro zerbrach und versank sofort. Das Ehepaar, das keine Schwimmwesten trug, wurde durch die Besatzung des Katamarans geborgen. Der Bodensee weist in diesem Bereich eine Tiefe von rund 240 Metern auf. Die Wassertemperatur betrug rund 20 Grad Celcius. Durch den Aufprall wurde die Bootsführerin nach Wapo-Angaben leicht verletzt. Zunächst hatte es noch geheißen, bei dem Unfall sei niemand verletzt worden. 

Der Schiffsführer des Katamarans alarmierte die Wasserschutzpolizei in Friedrichshafen, die sogleich weitere Rettungsdienste alarmierte. Als der Katamaran in Friedrichshafen einlief, konnten sich die bereits eingetroffenen Rettungskräfte gleich um die Verunglückten kümmern. Sie waren jedoch nur so leicht verletzt, dass sie gleich wieder mit dem Katamaran in Richtung Konstanz fahren konnten. Am Katamaran selbst wird der Sachschaden vorläufig auf rund 5000 Euro geschätzt.

Nach Auswertung der Geo-Daten zur Unfallstelle wurde der dortige Bereich vor Hagnau noch nach Treibgut abgesucht, wobei an dieser Suche auch Polizeiboote aus Konstanz, Kreuzlingen und Friedrichshafen sowie ein Boot der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) beteiligt waren. Ob das Segelboot geborgen werden kann und soll ist nach Wapo-Angaben noch unklar.

Nach Angaben der Reederei wurde der Katamaran Constanze nach ersten Untersuchungen am Samstagmorgen aus dem Verkehr genommen. Er wird am Montag eingehend geprüft, um festzustellen, ob und wie lange er nicht zur Verfügung steht, wie Sebastian Dix, Sprecher der Reederei, am Sonntag mitteilte.

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