Friedrichshafen Gemeinderat will Ausbau der Bodenseegürtelbahn

Bahnfahrer wissen es: Wer mit dem Zug von Radolfzell über Friedrichshafen nach Lindau will, braucht gute Nerven. In einer Resolution an die Landesregierung fordert der Gemeinderat nun Verbesserungen.

Verspätungen, zugige Haltestellen, schlechte Taktung und alte Dieselloks – die Bodenseegürtelbahn von Radolfzell-Stahringen nach Lindau-Aeschach ist kein Aushängeschild für die Region.

"Die Deutsche Bahn und die RAB sollen ihre vertraglichen Verpflichtungen einhalten", forderte Oberbürgermeister Andreas Brand in der Gemeinderatssitzung am Montag. Dazu gehöre, "dass sie saubere und gute Züge mit entsprechender Taktung und Frequenz pünktlich auf die Gleise setzen." Doch genau das ist – so sind sich alle Fraktionen einig – nicht der Fall.

"Die Zustände sind untragbar", fasste es Norbert Fröhlich (CDU) zusammen, "darum müssen wir jetzt Druck machen und Geld in die Hände nehmen." Erst neulich haben SPD-Gemeinderäte eine Testfahrt gemacht. Sie kamen, so Dieter Stauber, zu dem Ergebnis, dass dringend etwas passieren müsse. Herausgekommen ist eine Resolution an die baden-württembergische Landesregierung, die gestern einstimmig verabschiedet wurde.

Im Kern soll die Gürtelbahn, so fordern die Häfler Gemeinderäte und Oberbürgermeister Brand, ausgebaut und schnellstmöglich elektrifziert werden. "Für die Schiene gibt es erheblichen Nachholbedarf", heißt es in dem Schreiben. "Wir sollten dieses Thema am Kochen halten", betonte Brand.

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