Friedrichshafen/Immenstaad Fünfte Jahreszeit endet im Bodenseekreis friedlich

Zunftmeister und Polizei ziehen eine positive Bilanz zur Fasnet 2018. In diesem Jahr wurden weniger Straftaten und Verstöße in Friedrichshafen registriert. Mögliche Gründe sind verschärfte Sicherheitsauflagen und erhöhte Polizeipräsenz

Mit dem Narrenbaumfällen am Dienstag endete die Fasnet 2018. So kurz die fünfte Jahreszeit dieses Mal war, so schön bleibt sie bei den Narren in Erinnerung. „Die Fasnet war kurz und knackig, dabei hatten wir ein ordentliches Programm“, zieht Andreas Lamm, Zunftmeister der Narrenzunft Kluftern, ein positives Fazit. Bei Umzügen und auch am Schmotzigen Donnerstag habe das Wetter im Großen und Ganzen gut mitgespielt. Besonders wichtig für Lamm: „Unsere Fasnet verlief unfallfrei, das erleichtert mich immer.“ Die Stimmung und den Verlauf der Veranstaltungen beschreibt der Zunftmeister als „sehr friedlich“. Trotzdem sei in Kluftern ordentlich gefeiert worden – bis spät in die Nacht. Die Narrenzunft Kluftern richtet nun ihren Blick auf die Fasnet 2019. „Wir freuen uns auf das Ringtreffen in Friedrichshafen zum 50-jährigen Jubiläum unseres Alemannischen Narrenrings (ANR). Wir werden hier die Seegockel selbstverständlich zusammen mit der IGHN (Interessengemeinschaft Häfler Narrenzünfte) tatkräftig unterstützen“, sagt Lamm.

Ohne Zwischenfälle ist die Fasnet in Immenstaad verlaufen, bestätigt Rüdiger Dube, Zweiter Narrenvater der Narrengesellschaft Hennenschlitter. "Wir sind äußerst, äußerst zufrieden mit allem", blickt Dube zurück. Den Grund für weniger "Störungen" sieht er in der Zusammenarbeit mit Sicherheitsdiensten. "Gezwungenermaßen sind die Auflagen im Vergleich zu den Vorjahren einfach deutlich schärfer geworden", sagt Dube. Jedoch betont der Narrenvater auch, dass es in Immenstaad noch nie große Probleme während der fünften Jahreszeit gab.

Diesen Eindruck bestätigt Oliver Venus, Zunftmeister der Häfler Narrenzunft Seegockel. "Alles in allem läuft es immer recht ruhig ab in Friedrichshafen", sagt Venus. Ihm ist es wichtig, dass die Veranstaltungen unfallfrei verlaufen. Und das sind sie in diesem Jahr. "Die Stimmung war durchweg gut. Da können wir uns jetzt voll und ganz auf die nächste Fasnet konzentrieren", sagt Venus. Als Gastgeber des Ringtreffens des ANR 2019 hat die Narrenzunft Seegockel noch Einiges zu tun: "In einem Team von etwa zehn Leuten heißt es jetzt Organisation – von der Umzugsplanung bis zum Veranstaltungsplan", sagt Venus.

Beim Ringtreffen nimmt auch die Narrenzunft Ailingen einen wichtigen Platz ein. "Wir sind Gründungsmitglieder des Rings und werden auf jeden Fall sehr involviert sein", sagt Michael Boch, Zunftmeister der Narrenzunft Ailingen, gegenüber dem SÜDKURIER. Mit der Saison 2018 ist Boch sehr zufrieden. Höhepunkte für die Ailinger Narren waren der Rathaussturm mit Ortsvorsteher Georg Schellinger und der Zunftabend mit einem bunten Programm. "Es war stressfrei, die Besucherzahlen waren super und auch unsere Umsätze", sagt Zunftmeister Boch. Etwa fünf alkoholisierte Jugendliche mussten beim Ailinger Jugendball des Platzes verwiesen werden. In vergangenen Jahren seien solche Vorfälle häufiger vorgekommen.

Markus Sauter, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, berichtet von elf Straftaten, darunter sieben Körperverletzungen, in Friedrichshafen während der Fasnet 2018. Häufiger gezählt wurden Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz. Allein 50 Jugendliche unter 18 Jahren seien von der Polizei beim Rauchen erwischt worden. Zwei Jugendliche mussten stark alkoholisiert ins Krankenhaus eingeliefert werden, sieben Platzverweise hat die Polizei erteilt. Im Vergleich zu den Jahren 2017 und 2016 seien die Verstöße, so Sauter, in allen Bereichen um ein paar Fälle zurückgegangen. "Es könnte natürlich daran liegen, dass die Polizeipräsenz deutlich höher ist bei Großveranstaltungen. Und auch die Maßnahmen, die in Abstimmung mit Veranstaltern und Sicherheitsdiensten ergriffen werden, könnten dazu beitragen", vermutet Sauter.

Höhepunkte Fasnet 2019

  • ANR-Ringtreffen Friedrichshafen: Das nächste Ringtreffen des Alemannischen Narrenrings (ANR) findet 2019 in Friedrichshafen statt. Eröffnet wird das Treffen am Freitag, 1. Februar, indem der Narrenbaum auf dem Adenauerplatz gestellt wird. Mit einem Narrenmarkt startet der Samstag, 2. Februar. Auch Kinderumzug sowie Hexenrauhnacht gehören zu Veranstaltungen an diesem Tag. Einen großen Jubiläumsumzug mit allen Zünften des ANR findet am Sonntag, 3. Februar, statt.
  • 170 Jahre Hennenschlitter: Einen Jubiläumsumzug anlässlich des 170-jährigen Bestehens der Immenstaader Narrengesellschaft Hennenschlitter gibt es am Samstag, 23. Februar 2019. Die Narrengesellschaft veranstaltet in diesem Rahmen auch einen Fasnetsball. Ein Termin ist noch nicht bekannt. (lip)

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