Friedrichshafen Friedrichshafens Industrie im Jahr 2017

Der Automobilzulieferer ZF sorgte für die meisten Schlagzeilen aus Friedrichshafen in diesem Jahr. Der Zeppelin-Konzern ist weiter in ruhigem Fahrwasser unterwegs gewesen. Und der Dieselmotorenbauer Rolls Royce Power Systems (RRPS/MTU) setzte mit seiner Ausbildung von Flüchtlingen für neue Maßstäbe.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Wirtschaftsthemen von Friedrichshafen im Jahr 2017.

<strong>Neuer ZF-Chef gesucht</strong>: Nach einem monatelangen Machtkampf mit Oberbürgermeister Andreas Brand gab ZF-Chef Stefan Sommer auf. Der 54-Jährige trat mit Wirkung zum 8. Dezember als Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers zurück. Sommers Aufgaben übernimmt übergangsweise dessen Stellvertreter, Finanzchef Konstantin Sauer. Dieser unterstrich während einer Weihnachtsfeier vor 900 ZF-Rentnern, dass weiter an der von Sommer initiierten Konzernstrategie „ZF&nbsp;2025“ festgehalten werde. "Mir ist ein wichtiges Anliegen, ZF nun wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen“, betonte Sauer mit Blick auf die zurückliegenden turbulenten Tage für das Stiftungsunternehmen. <em>Bild: Imago/Sepp </em><em>Spiegl</em>
Neuer ZF-Chef gesucht: Nach einem monatelangen Machtkampf mit Oberbürgermeister Andreas Brand gab ZF-Chef Stefan Sommer auf. Der 54-Jährige trat mit Wirkung zum 8. Dezember als Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers zurück. Sommers Aufgaben übernimmt übergangsweise dessen Stellvertreter, Finanzchef Konstantin Sauer. Dieser unterstrich während einer Weihnachtsfeier vor 900 ZF-Rentnern, dass weiter an der von Sommer initiierten Konzernstrategie „ZF 2025“ festgehalten werde. "Mir ist ein wichtiges Anliegen, ZF nun wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen“, betonte Sauer mit Blick auf die zurückliegenden turbulenten Tage für das Stiftungsunternehmen. Bild: Imago/Sepp Spiegl
<strong>Selten war eine Betriebsversammlung bei ZF</strong> so gut besucht, wie die im Dezember. Nach Angaben des Betriebsrats nahmen rund 5000 Beschäftigte an der Versammlung in der Messe teil. OB Andreas Brand verteidigte im Rahmen der Versammlung, dass die Stadt künftig eine deutliche höhere Dividende von der ZF fordert. Für 2018 wurde festgelegt, dass 18 Prozent des Gewinns nach Steuern an die Stiftung abzuführen sind – dies gilt neben der ZF auch für die anderen Stiftungsbetriebe. Werden die Zahlen für 2016 als Basis gelegt, dann müsste ZF statt wie bisher rund 50 Millionen Euro nach der neuen Regelung rund 145 Millionen an die Zeppelin-Stiftung bezahlen. Die höhere Dividende sei nötig, so der OB, um langfristig Kapital für die Stiftung, die der Stadt gehört, sammeln zu können. <sup></sup><em>Bild: Andreas Ambrosius</em>
Selten war eine Betriebsversammlung bei ZF so gut besucht, wie die im Dezember. Nach Angaben des Betriebsrats nahmen rund 5000 Beschäftigte an der Versammlung in der Messe teil. OB Andreas Brand verteidigte im Rahmen der Versammlung, dass die Stadt künftig eine deutliche höhere Dividende von der ZF fordert. Für 2018 wurde festgelegt, dass 18 Prozent des Gewinns nach Steuern an die Stiftung abzuführen sind – dies gilt neben der ZF auch für die anderen Stiftungsbetriebe. Werden die Zahlen für 2016 als Basis gelegt, dann müsste ZF statt wie bisher rund 50 Millionen Euro nach der neuen Regelung rund 145 Millionen an die Zeppelin-Stiftung bezahlen. Die höhere Dividende sei nötig, so der OB, um langfristig Kapital für die Stiftung, die der Stadt gehört, sammeln zu können. Bild: Andreas Ambrosius | Bild: Ambrosius, Andreas
<strong>Neues Konzept-Auto</strong>: Die Computer-Technik im neuesten, nur elektrisch angetriebenen Konzeptfahrzeug, dass die ZF auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) im September präsentierte, verhindert unter anderem, dass der Fahrer verkehrt auf eine Autobahn auffährt. Die im Fahrzeug eingebauten Kameras erkennen die Verbotsschilder und bremsen den Wagen bis zum Stillstand ab, obwohl der Fahrer noch auf dem Gas steht. Zudem schalten sich sofort das Abblendlicht und die Warnblinkanlage ein, um entgegenkommende Fahrzeuge vor dem Falschfahrer zu warnen. Jedes Jahr muss ZF-Ingenieur Gerhard Gumpoltsberger und sein Team einen neuen Prototypen präsentieren, mit dem das Unternehmen weitere Akzente im Automobilmarkt setzen will. Er leitet die Abteilung Innovationsmanagement und Erprobung bei der ZF. <em>Bild: ZF</em>
Neues Konzept-Auto: Die Computer-Technik im neuesten, nur elektrisch angetriebenen Konzeptfahrzeug, dass die ZF auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) im September präsentierte, verhindert unter anderem, dass der Fahrer verkehrt auf eine Autobahn auffährt. Die im Fahrzeug eingebauten Kameras erkennen die Verbotsschilder und bremsen den Wagen bis zum Stillstand ab, obwohl der Fahrer noch auf dem Gas steht. Zudem schalten sich sofort das Abblendlicht und die Warnblinkanlage ein, um entgegenkommende Fahrzeuge vor dem Falschfahrer zu warnen. Jedes Jahr muss ZF-Ingenieur Gerhard Gumpoltsberger und sein Team einen neuen Prototypen präsentieren, mit dem das Unternehmen weitere Akzente im Automobilmarkt setzen will. Er leitet die Abteilung Innovationsmanagement und Erprobung bei der ZF. Bild: ZF | Bild: ZF
<strong>ZF-Betriebsratschef mit weißer Weste</strong>: Die Staatsanwaltschaft Ravensburg hat Anfang Dezember ihre gut zweieinhalb Jahre währenden Ermittlungen gegen Achim Dietrich eingestellt. Im Juli 2015 hatte die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs eingeleitet. Kosten für Seminare und Druckerzeugnisse des Betriebsrats seien zu Unrecht dem Arbeitgeber aufgebürdet worden, so der nicht mehr zu haltende Vorwurf. Ausgelöst worden waren die Ermittlungen, weil die Betriebsratsgruppe „Wir ZFler“ massiv gegen Dietrich zu Felde gezogen war. „Das Ermittlungsverfahren fußte auf aus der Luft gegriffenen Anschuldigungen. Die Einstellung gleicht einem Freispruch erster Klasse,“ sagte der Tübinger Rechtsanwalt Holger Rothbauer, der die Interessen von Achim Dietrich vertritt. <em>Bild: Manfred </em><em>Dieterle-Jöchle</em>
ZF-Betriebsratschef mit weißer Weste: Die Staatsanwaltschaft Ravensburg hat Anfang Dezember ihre gut zweieinhalb Jahre währenden Ermittlungen gegen Achim Dietrich eingestellt. Im Juli 2015 hatte die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs eingeleitet. Kosten für Seminare und Druckerzeugnisse des Betriebsrats seien zu Unrecht dem Arbeitgeber aufgebürdet worden, so der nicht mehr zu haltende Vorwurf. Ausgelöst worden waren die Ermittlungen, weil die Betriebsratsgruppe „Wir ZFler“ massiv gegen Dietrich zu Felde gezogen war. „Das Ermittlungsverfahren fußte auf aus der Luft gegriffenen Anschuldigungen. Die Einstellung gleicht einem Freispruch erster Klasse,“ sagte der Tübinger Rechtsanwalt Holger Rothbauer, der die Interessen von Achim Dietrich vertritt. Bild: Manfred Dieterle-Jöchle | Bild: Manfred Dieterle-Jöchle
<strong>Neuer Kamin für Dieselabgase</strong>: Anfang Juli wurde im MTU-Werk&nbsp;2 in Manzell ein 49 Meter hoher Abgas-Sammelkamin installiert. Darüber werden künftig die Abgase der zwölf Prüfstände geführt, die nach Angaben von Rolls-Royce Power Systems (RRPS) nach und nach angeschlossen werden. In der Vergangenheit war immer wieder schwarzer Rauch aus den alten Prüfstandskaminen aufgestiegen, der beim Schnelltest großer Dieselmotoren entsteht. Darüber hatten sich Anwohner beschwert. Neben dem Kamin entstand eine Filteranlage für zwei Prüfstände, auf denen Motoren mit stärkerer Rußentwicklung geprüft werden. "Mit dem Jahreswechsel 2017/2018 werden die Abgase der ersten zwei Prüfstände über den neuen Kamin und die neue Filteranlage abgeleitet", teilt RRPS mit. <em>Bild: MTU</em>
Neuer Kamin für Dieselabgase: Anfang Juli wurde im MTU-Werk 2 in Manzell ein 49 Meter hoher Abgas-Sammelkamin installiert. Darüber werden künftig die Abgase der zwölf Prüfstände geführt, die nach Angaben von Rolls-Royce Power Systems (RRPS) nach und nach angeschlossen werden. In der Vergangenheit war immer wieder schwarzer Rauch aus den alten Prüfstandskaminen aufgestiegen, der beim Schnelltest großer Dieselmotoren entsteht. Darüber hatten sich Anwohner beschwert. Neben dem Kamin entstand eine Filteranlage für zwei Prüfstände, auf denen Motoren mit stärkerer Rußentwicklung geprüft werden. "Mit dem Jahreswechsel 2017/2018 werden die Abgase der ersten zwei Prüfstände über den neuen Kamin und die neue Filteranlage abgeleitet", teilt RRPS mit. Bild: MTU
<strong>Chefetage verjüngt</strong>: Mit eigenen Leuten verjüngte der Zeppelin-Konzern sein Top-Management. Wie das Stiftungsunternehmen Ende Juni bekannt gab, übernahm Fred Cordes den Vorsitz der Geschäftsführung der Zeppelin Baumaschinen GmbH. Er trat damit die Nachfolge von Michael Heidemann an. Heidemann bleibt weiter Stellvertreter von Zeppelin-Chef Peter Gerstmann. Der Zeppelin-Konzern übernahm in diesem Jahr den Teilbereich "High Tech Welding Luftfahrt (HTWL)" der in Lindenberg ansässigen Mauderer Alutechnik GmbH. Fünf Beschäftigte von Mauderer wechselten zum Zeppelin-Anlagenbau nach Friedrichshafen. Nach Angaben von Zeppelin gelinge so der Einstieg in die Serienfertigung von hochwertigen Bauteilen für die Luftfahrtindustrie. <em>Bild: Zeppelin</em>
Chefetage verjüngt: Mit eigenen Leuten verjüngte der Zeppelin-Konzern sein Top-Management. Wie das Stiftungsunternehmen Ende Juni bekannt gab, übernahm Fred Cordes den Vorsitz der Geschäftsführung der Zeppelin Baumaschinen GmbH. Er trat damit die Nachfolge von Michael Heidemann an. Heidemann bleibt weiter Stellvertreter von Zeppelin-Chef Peter Gerstmann. Der Zeppelin-Konzern übernahm in diesem Jahr den Teilbereich "High Tech Welding Luftfahrt (HTWL)" der in Lindenberg ansässigen Mauderer Alutechnik GmbH. Fünf Beschäftigte von Mauderer wechselten zum Zeppelin-Anlagenbau nach Friedrichshafen. Nach Angaben von Zeppelin gelinge so der Einstieg in die Serienfertigung von hochwertigen Bauteilen für die Luftfahrtindustrie. Bild: Zeppelin
<strong>Neuer Chef</strong>: Eckhard Breuer (li.) ist seit Mitte dieses Jahres neuer Geschäftsführer der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co. KG (ZLT). Der 53-jährige Diplom-Ingenieur ist Nachfolger von Thomas Brandt. Der Wechsel sei "schon länger in Planung" gewesen, sagte ZLT-Sprecherin Andrea Fischer damals auf Anfrage. "Die Entscheidung habe ich vor drei Jahren getroffen, nach der dritten Vertragsverlängerung", sagte Thomas Brandt nach Bekanntgabe des Wechsels in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER. Breuer soll die ZLT-Geschäfte weiterentwickeln. Durch den bisher größten Auftrag der Firmengeschichte vom US-Unternehmen Goodyear sowie durch den Ausbau des Charter- und Passagierbetriebes mit den Luftschiffen Neuer Technologie will ZLT sein Wachstum fortsetzen. <em>Bild: Achim Mende</em>
Neuer Chef: Eckhard Breuer (li.) ist seit Mitte dieses Jahres neuer Geschäftsführer der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co. KG (ZLT). Der 53-jährige Diplom-Ingenieur ist Nachfolger von Thomas Brandt. Der Wechsel sei "schon länger in Planung" gewesen, sagte ZLT-Sprecherin Andrea Fischer damals auf Anfrage. "Die Entscheidung habe ich vor drei Jahren getroffen, nach der dritten Vertragsverlängerung", sagte Thomas Brandt nach Bekanntgabe des Wechsels in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER. Breuer soll die ZLT-Geschäfte weiterentwickeln. Durch den bisher größten Auftrag der Firmengeschichte vom US-Unternehmen Goodyear sowie durch den Ausbau des Charter- und Passagierbetriebes mit den Luftschiffen Neuer Technologie will ZLT sein Wachstum fortsetzen. Bild: Achim Mende
<strong>Schnelles Aus für Kurzflug</strong> über den Bodensee: Nur von kurzer Dauer war das Engagement der österreichischen Fluglinie People's Viennaline am Häfler Bodensee-Airport. Ende März wurde sowohl das Ende der Verbindung nach Wien wie auch das für die Strecke von Altenrhein über Friedrichshafen nach Köln/Bonn vermeldet. Ab 15. April gab es damit auch nicht mehr den Flug, der als kürzester internationaler Linienflug Schlagzeilen gemacht hatte. Die Fluggesellschaft hatte eine zweite Maschine für die Strecke gekauft, um zwei Umläufe pro Tag nach Köln anzubieten. Flughafen-Chef Claus-Dieter Wehr ist weiter auf der Suche nach Fluggesellschaften, die Friedrichshafen mit Hamburg, Düsseldorf und Berlin verbinden. Mit der dänischen Sun Air gebe es erfolgversprechende Gespräche. <em>Bild: dpa</em>
Schnelles Aus für Kurzflug über den Bodensee: Nur von kurzer Dauer war das Engagement der österreichischen Fluglinie People's Viennaline am Häfler Bodensee-Airport. Ende März wurde sowohl das Ende der Verbindung nach Wien wie auch das für die Strecke von Altenrhein über Friedrichshafen nach Köln/Bonn vermeldet. Ab 15. April gab es damit auch nicht mehr den Flug, der als kürzester internationaler Linienflug Schlagzeilen gemacht hatte. Die Fluggesellschaft hatte eine zweite Maschine für die Strecke gekauft, um zwei Umläufe pro Tag nach Köln anzubieten. Flughafen-Chef Claus-Dieter Wehr ist weiter auf der Suche nach Fluggesellschaften, die Friedrichshafen mit Hamburg, Düsseldorf und Berlin verbinden. Mit der dänischen Sun Air gebe es erfolgversprechende Gespräche. Bild: dpa
<strong>Nach Abschluss der Flugsaison</strong> 2017 bilanziert die Deutsche Zeppelin-Reederei (DZR) nach eigenen Angaben die erfolgreichste Saison ihrer Firmengeschichte mit mehr als 24&nbsp;000 Passagieren. Am 5. September war der weltweit 250&nbsp;000.&nbsp;Passagier zu einem Rundflug mit einem Zeppelin NT gestartet. Das Zeppelin-Sommerfest im Juli war einer der Höhepunkte im Jubiläumsjahr 2017, das unter dem Motto „20 Jahre Erstflug Zeppelin NT“ stand. In diesem Jahr gab es erneut einen Einsatz eines Zeppelin NT zu Forschungszwecken: Dieser diente Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Geesthacht über Nordsee und Elbe als fliegende Forschungsplattform. <em>Bild: Zeppelin-Reederei/Michael </em><em>Haefner</em>
Nach Abschluss der Flugsaison 2017 bilanziert die Deutsche Zeppelin-Reederei (DZR) nach eigenen Angaben die erfolgreichste Saison ihrer Firmengeschichte mit mehr als 24 000 Passagieren. Am 5. September war der weltweit 250 000. Passagier zu einem Rundflug mit einem Zeppelin NT gestartet. Das Zeppelin-Sommerfest im Juli war einer der Höhepunkte im Jubiläumsjahr 2017, das unter dem Motto „20 Jahre Erstflug Zeppelin NT“ stand. In diesem Jahr gab es erneut einen Einsatz eines Zeppelin NT zu Forschungszwecken: Dieser diente Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Geesthacht über Nordsee und Elbe als fliegende Forschungsplattform. Bild: Zeppelin-Reederei/Michael Haefner
<strong>Als Leuchtturm-Projekt</strong> bezeichnete Jutta Driesch, Chefin der Arbeitsagentur Konstanz-Ravensburg, den Qualifizierungskurs, den der Häfler Dieselmotorenbauer Rolls-Royce Power Systems (RRPS) dieses Jahr für zehn Flüchtlinge eingerichtet hat. Marcus A. Wassenberg, Arbeitsdirektor bei RRPS, sieht das Unternehmen in einer gesellschaftlichen Verantwortung: Deshalb engagiere sich der Dieselmotorenbauer mit seiner Leitmarke MTU, um Flüchtlingen einen Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Als beispielhaft lobten auch RRPS-Betriebsratschef Thomas Bittelmeyer und Helene Sommer von der Industriegewerkschaft Metall das Projekt, das fortgesetzt werden soll. <em>Bild: MTU</em>
Als Leuchtturm-Projekt bezeichnete Jutta Driesch, Chefin der Arbeitsagentur Konstanz-Ravensburg, den Qualifizierungskurs, den der Häfler Dieselmotorenbauer Rolls-Royce Power Systems (RRPS) dieses Jahr für zehn Flüchtlinge eingerichtet hat. Marcus A. Wassenberg, Arbeitsdirektor bei RRPS, sieht das Unternehmen in einer gesellschaftlichen Verantwortung: Deshalb engagiere sich der Dieselmotorenbauer mit seiner Leitmarke MTU, um Flüchtlingen einen Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Als beispielhaft lobten auch RRPS-Betriebsratschef Thomas Bittelmeyer und Helene Sommer von der Industriegewerkschaft Metall das Projekt, das fortgesetzt werden soll. Bild: MTU
<strong>Künftig weniger Schulden</strong>: Der Kreistag des Bodenseekreises und die Stadt Friedrichshafen stellen als Hauptgesellschafter der Flughafen Friedrichshafen GmbH (FFG) 17,4 Millionen Euro zur Verfügung. Damit gewähren die kommunalen Träger, die zusammen knapp 80 Prozent des Stammkapitals halten, mehr Geldmittel als vom FFG-Management erwartet: Flughafen-Chef Claus-Dieter Wehr hatte mit 13,6 Millionen Euro bis 2020 kalkuliert. Von den 17,4 Millionen Euro werden nach FFG-Angaben 12 Millionen Euro für die Tilgung von bisherigen Darlehen verwendet, um die Zinslast zu senken. Mit den verbleibenden 5,4 Millionen wird ein Teil der anstehenden Investitionskosten bis 2022 gedeckt. <em>Bild: Achim Mende</em>
Künftig weniger Schulden: Der Kreistag des Bodenseekreises und die Stadt Friedrichshafen stellen als Hauptgesellschafter der Flughafen Friedrichshafen GmbH (FFG) 17,4 Millionen Euro zur Verfügung. Damit gewähren die kommunalen Träger, die zusammen knapp 80 Prozent des Stammkapitals halten, mehr Geldmittel als vom FFG-Management erwartet: Flughafen-Chef Claus-Dieter Wehr hatte mit 13,6 Millionen Euro bis 2020 kalkuliert. Von den 17,4 Millionen Euro werden nach FFG-Angaben 12 Millionen Euro für die Tilgung von bisherigen Darlehen verwendet, um die Zinslast zu senken. Mit den verbleibenden 5,4 Millionen wird ein Teil der anstehenden Investitionskosten bis 2022 gedeckt. Bild: Achim Mende | Bild: Achim Mende
<strong>Gussunternehmen in schwieriger Lage</strong>: Das Sanierungskonzept für das Häfler Werk des Gießereiunternehmens MWS wurde im März endgültig von allen Beteiligten unterschrieben. Management, Betriebsrat und die Industriegewerkschaft Metall hatten sich darauf verständigt. Mehr als 90 Prozent der 40 von einer Entlassung bedrohten Mitarbeiter wechselten zum 1. April in eine Auffanggesellschaft. Zum Zeitpunkt, als das Management für das auf Aluguss spezialisierte Werk Insolvenz anmelden musste, zählte die Belegschaft 320 Köpfe. In den vergangenen Monaten wurden Teile der Produktion des ebenfalls zu MWS gehörenden Werks in Garching nach Friedrichshafen verlagert. <em>Bild: Andreas Ambrosius</em>
Gussunternehmen in schwieriger Lage: Das Sanierungskonzept für das Häfler Werk des Gießereiunternehmens MWS wurde im März endgültig von allen Beteiligten unterschrieben. Management, Betriebsrat und die Industriegewerkschaft Metall hatten sich darauf verständigt. Mehr als 90 Prozent der 40 von einer Entlassung bedrohten Mitarbeiter wechselten zum 1. April in eine Auffanggesellschaft. Zum Zeitpunkt, als das Management für das auf Aluguss spezialisierte Werk Insolvenz anmelden musste, zählte die Belegschaft 320 Köpfe. In den vergangenen Monaten wurden Teile der Produktion des ebenfalls zu MWS gehörenden Werks in Garching nach Friedrichshafen verlagert. Bild: Andreas Ambrosius | Bild: Ambrosius, Andreas

 

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