Friedrichshafen Fotograf Felix Kästle zeigt Friedrichshafen von seiner schönsten Seite

Mit 14 Panoramaaufnahmen aus luftiger Höhe holt das Gustav-Werner-Stift unter dem Motto „Spaziergang durch die Luft“ das Leben der Stadt in die Räume pflegebedürftiger Menschen. Am Montagabend wurde die Ausstellung von Ulrich Gresch, Leiter der Altenhilfe Bodensee, eröffnet. Monika Blank, Pressesprecherin der Stadt, hielt die Laudatio.

Große Begeisterung für das Objekt, ein Hang zum Perfektionismus, gepaart mit sympathischer Bescheidenheit: So beschrieb Monika Blank die charakteristischen Eigenschaften des Fotografen, der nicht nur für die Presseagentur dpa, sondern auch für Medien wie den Spiegel, die Süddeutsche Zeitung und den Axel-Springer-Verlag arbeitet. Für Felix Kästles Projekt, Friedrichshafen aus einer etwas anderen Perspektive zu zeigen, verlor er die Bodenhaftung nur für kurze Zeit. Durch einen Auftrag der Stadt Friedrichshafen sei er zur Drohnen-Fotografie gekommen, sagt Kästle. Was als Zufallsprodukt begann, perfektioniert der Profi mit geschultem Blick für die Perspektive und die richtige Tageszeit zu Panoramaaufnahmen, die der spröden Hafenstadt eine ungeahnte Schönheit verleihen. Im Format von etwa 150 mal 50 Zentimetern zieht der Fotoabzug auf Alu-Dibond mit Acrylglas den Blick ins Bild. Bis zu sechs einzelne Aufnahmen hat der Fotograf mit einer Spezialsoftware miteinander verbunden, bis zu 5000 Verknüpfungspunkte musste er dafür bearbeiten, um die Übergänge unsichtbar zu machen.

„Die blaue Stunde“, sagt Felix Kästle, „ist ein Knallerbild.“ Eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang, mit Genehmigung des Towers, ließ er die Drohne auf 49 Meter aufsteigen, das Leica-Objektiv über den Bundesbahnhafen in die noch beleuchtete Stadt gerichtet. Das Flugobjekt lag ruhig in der Luft, während es der Pilot mit Drohnen-Fluglizenz am Hinteren Hafen von einer Bank aus steuerte. Gold-gelb heben sich die Lichter von den unzähligen Blautönen des Wassers, des Himmels und der Gebäude ab und zaubern eine ungewohnte Wärme in die Stadt. Die Ausstellung ist ein Spaziergang, der selbst Häflern die Augen öffnet.

Die Ausstellung läuft bis Ende April und kann täglich von 8.30 bis 17 Uhr besichtigt werden.

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