Friedrichshafen Fischbacher Runde: Zuhörer sind über Planänderung für Schulgelände erleichtert

Die Eisenbahnstraße war Thema in der Fischbacher Runde. Große Erleichterung gab es darüber, dass das Gelände vom bestehenden Skaterplatz inklusive Schulgelände und heutigem Schulhof ausschließlich Schule, Jugend und Kindern vorbehalten bleiben soll.

Auf der Tagesordnung der Fischbacher Runde stand am Dienstagabend der aktuelle Stand bei der Entwicklung des Bebauungsplans Eisenbahnstraße. Dieses Thema zog so viele Besucher wie selten in die Runde. Sie wollten wissen, ob und wie die bei der öffentlichen Vorstellung der Entwürfe am 22. September im Dorfgemeinschaftshaus in Schnetzenhausen geäußerten Kritikpunkte in die Überplanung eingegangen sind. Vom Ergebnis der Gutachtersitzung, das vom Vorsitzenden der Runde, Dietmar Nützenadel, vorgestellt wurde, waren die Mitglieder der Runde und Besucher angetan. Kritik wurde an diesem Abend jedenfalls keine geäußert.

Am 30. November sei das Gutachtergremium aus Stadtplanern, Vertretern der Friedrichshafener Stadtplanung und sachverständigen Beratern aus dem Gemeinderat ganztägig im Fischbacher Feuerwehrhaus zusammengekommen, um die überarbeiteten Entwürfe der vier Wettbewerbsteilnehmer zu bewerten, berichtete Nützennadel. Das Gremium habe sich schnell einstimmig für den Entwurf von fsp Stadtplanung aus Freiburg entschieden.

Rund um die Schule gibt es große Grünflächen. Diese sollen weiterhin Schule und Jugend vorbehalten bleiben.
Rund um die Schule gibt es große Grünflächen. Diese sollen weiterhin Schule und Jugend vorbehalten bleiben. | Bild: Gisela Keller

Die wichtigsten Kennzeichen des überarbeiteten Entwurfs erklärte Nützenadel anhand einer Planzeichnung. Große Erleichterung gab es bei seinen Zuhörern darüber, dass nun das Gelände vom bestehenden Skaterplatz inklusive Schulgelände und heutigem Schulhof ausschließlich Schule, Jugend und Kindern vorbehalten bleiben soll. Nicht nur Eltern hatten die ursprünglichen Vorschläge der Wettbewerbsteilnehmer, in diesem Bereich ein Seniorenheim, ein Hotel oder exklusive Wohnungen zu bauen und dafür das Außengelände der Schule erheblich zu verkleinern, massiv kritisiert.

Von diesen Plänen ist nichts übrig geblieben. Stattdessen gibt es jetzt in diesem Bereich Platzhalter für zwei Gebäude, die je nach Bedarf als Kita, Jugendtreff oder für eine Erweiterung der Schule nutzbar wären. "Das war uns ein großes Anliegen", sagte Berthold Sterk aus dem Leitungsteam der Runde. "Ich fand es gut, dass Druck in diese Richtung entstanden ist. Es ist auch gut, dass wir jetzt Reserven für eine Erweiterung von Schule oder Kita haben." Schließlich sei auch durch das wachsende Wohngebiet künftig mit mehr Kindern in Fischbach zu rechnen.

Bertold Sterk bedankte sich im Namen des Leitungsteams der Fischbacher Runde bei Andreas Burghardt(l.) für jahrelanges Engagement für Fischbach.
Bertold Sterk bedankte sich im Namen des Leitungsteams der Fischbacher Runde bei Andreas Burghardt(l.) für jahrelanges Engagement für Fischbach. | Bild: Gisela Keller

Die Eisenbahnstraße soll in Richtung Osten als Boulevard, der in Richtung Kirche schmaler wird, weitergeführt werden. Nördlich der nahezu fertiggestellten Neuen Ortsmitte ist ein zentraler Platz vorgesehen. Daran schließt sich entlang der Bahnlinie ein Mischgebiet mit Wohnungen und Gewerbeflächen an. Die dortigen Gebäude wurden nach Kritik an der im ursprünglichen Plan zu findenden Gebäudeform im neuen Plan stärker gegliedert. Besucher von Bahnhof samt Kulturschuppen oder Sport- und Festhalle sollen ihre Fahrzeuge in einem zwei- bis dreigeschossigen Parkdeck nördlich der Sporthalle abstellen können. Die Fassade dieses Gebäudes soll, etwa durch Begrünung und Verwendung von Holz, ansprechend gestaltet werden. Außerdem sei das Parkdeck – falls irgendwann einmal weniger Parkfläche gebraucht werden sollte – leicht rückbaubar, sodass man die Fläche dann anderweitig nutzen könne, erklärte Nützenadel. Die Wohngebäude, die vor allem im östlichen Bereich des Plangebiets zu finden sind, sollen eigene Tiefgaragen für die Fahrzeuge ihrer Bewohner bekommen, um die Zahl der an der Straße parkenden Fahrzeuge zu minimieren. Nördlich der Schule zeigt der Plan ein Mehrgenerationenhaus mit Mehrgenerationenplatz.

Nützenadel hob besonders den durchgängigen Verbindungsweg vom Plangebiet zum See hervor. Dieser Fußweg führt durch einen breiten Grünstreifen westlich der Schule über die jetzige B 31, die bis dahin rückgebaut sein soll, zum See. An der Einmündung der Kapellenstraße soll außerdem ein Kreisverkehr gebaut werden, über den auch die Zufahrt zum Parkplatz des Frei- und Seebads erfolgen soll.

 

Pläne werden ausgestellt

Die überarbeiteten Pläne der Wettbewerbsteilnehmer werden vom 7. bis 15. Dezember im hinteren Atrium im ersten Stock des Technischen Rathauses in der Charlottenstraße öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung wird am 7. Dezember um 14 Uhr eröffnet und ist während der Öffnungszeiten des Technischen Rathauses zugänglich.

 

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