Friedrichshafen Entwarnung nach Bombendrohung in Friedrichshafen: Absperrungen aufgehoben

Wegen einer Bombendrohung wurde das K42 in Friedrichshafen am Donnerstagmorgen evakuiert, der Bereich rund um das Gebäude in der Innenstadt großflächig abgesperrt. Ein Sprengsatz wurde nicht gefunden, seit 14 Uhr sind die Sperrungen aufgehoben. Mit Video!

Großeinsatz in der Häfler Innenstadt: Gegen 9.15 Uhr wurde die Polizei am Donnerstagmorgen über eine Bombendrohung informiert. Im Medienhaus am See war ein Schreiben gefunden worden, in dem ein unbekannter Täter die Zahlung von 100.000 Euro forderte, ansonsten würde am Donnerstag in dem Gebäude eine Bombe hochgehen, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung vor Ort bestätigte. Das Schreiben, das an keinen konkreten Adressaten gerichtet ist, wurde sichergestellt.

Das mehrseitige Schreiben war bereits zwei Tage zuvor gefunden worden, bestätigte ein Polizeisprecher. Die Polizei wurde allerdings erst am Donnerstag über diesen Drohbrief informiert. Das Schreiben sei zunächst intern bewertet worden, erklärte Stadtsprecherin Monika Blank auf Nachfrage. „In der ersten Nachbetrachtung sehen wir klar, dass wir in solchen Fällen in Zukunft schneller und sensibler reagieren müssen.“

Stadtsprecherin Monika Blank am Vormittag über den Stand der Dinge

Mit Unterstützung der Häfler Feuerwehr sperrte die Polizei den Buchhornplatz sowie den Bereich rund um das K42 weiträumig ab. Auch die Uferpromenade wurde bis zum Zeppelin-Museum für die Öffentlichkeit abgeriegelt. Mitarbeiter des Medienhauses am See sowie der benachbarten Geschäfte mussten das Gebäude verlassen.

Anschließend wurde das Gebäude mit Sprengstoffspürhunden durchsucht. Ein "verdächtiger Gegenstand" wurde dabei nicht gefunden, wie bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz gegen 14.20 Uhr mitgeteilt wurde. Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen.

Hans-Jörg Schraitle, Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt der Stadt, lobte während der Pressekonferenz das ruhige Verhalten von Anwohnern und Passanten. Auch sei der Einsatz nicht durch Schaulustige, deren Anzahl überschaubar blieb, erschwert worden. 



Mehr als 40 Polizeibeamte, rund zwei Dutzend Feuerwehrleute, sowie 15 Einsatzkräfte des DRK, darunter einer vom Notfallnachsorgedienst.

Schiffsverkehr eingestellt

Der Hafen Friedrichshafen wurde gegen 10 Uhr bis auf Weiteres gesperrt. Um 9.41 Uhr ging die letzte Fähre nach Romanshorn raus. Die ankommende Fähre musste warten und drehte schließlich wieder um. Passagiere, die in Romanshorn zu Fuß an Bord gegangen waren, konnten in Langenargen aussteigen. Auch der Katamaran musste wieder umdrehen. Nachdem beide Linien den Verkehr eingestellt hatten, verkehren die Schiffe mittlerweile wieder nach Fahrplan. 

Passagiere, die mit den Kursschiffen unterwegs waren und in Friedrichshafen aussteigen wollten, mussten nach BSB-Informationen ab Immenstaad oder Langenargen mit dem Bus weiterfahren. Der Busverkehr am nahen Hafenbahnhof war nicht beeinträchtigt.



 
 

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