Friedrichshafen - Camerata Serena singt Werke des 20. Jahrhunderts

Der Chor gibt unter dem Motto "Kaleidoskop der Moderne" Konzerte im Kiesel und in St. Magnus. Dabei gehen die Sängerinnen und Sänger aber auch zurück bis ins 16. Jahrhundert.

Unter dem Titel „Kaleidoskop der Moderne“ gibt das Friedrichshafener Vokalensemble Camerata Serena am Samstag, 8. und Sonntag, 9. Juli zwei Sommerkonzerte in Kooperation mit dem Kulturbüro. Die Leitung hat Nikolaus Henseler.

In der Malerei und in der Literatur hat sich die Epoche der Moderne längst durchgesetzt – in der Musik ist das nicht immer der Fall. Die Camerata Serena bietet mit ihren Konzerten die Möglichkeit, verschiedene Facetten moderner Chormusik zu erleben. Dirigent Nikolaus Henseler setzt auf große Vielfalt: „Wir möchten dem Publikum gerne zeigen, wie viele spannende Varianten die Chormusik im 20. Jahrhundert zu bieten hat. Wenn wir die klassische Musik auf die Zeit von 1750 bis 1900, also auf die Zeit von Bach bis Mahler begrenzen würden, fehlt doch eine riesige Menge sehr wertvoller, hörenswerter Musik.“ Eserklingen Werke der großen Komponisten des 20. Jahrhunderts, jeweils mit einem speziellen Stilmerkmal: Arnold Schönberg wartet mit romantischen Klängen auf, die noch sehr an Johannes Brahms erinnern. Paul Hindemith komponierte seine „Six Chansons“ im farbenreichen französischen Stil. György Ligeti arbeitet mit raumfüllenden Klang-Clustern, Einojauhani Rautavaara reduziert den Chor auf das rhythmische gesprochene Wort. Bei Anton Webern lässt sich die Zwölftonmusik bereits erahnen, während John Cage mit dem Verhältnis von gehaltenen Klängen und der Zeit experimentiert. Es gibt also viel zu entdecken.

Die Geigerin Elsa Klockenbring und der Cellist Michael Schmitz von der Musikhochschule in Trossingen ergänzen das Programm stimmig mit Duos von J. S. Bach und M. Ravel.

Als Kontrast präsentiert die Camerata Serena eine Auswahl der „Prophetiae Sibyllarum“ des flämischen Komponisten Orlando di Lasso aus dem 16. Jahrhundert. Henseler sieht aber auch Verbindungen: „Sowohl in dieser frühen Musik, wie auch bei den Komponisten der Moderne erleben wir besonders intensiv, dass jeder Ton wertvoll ist – jeder Klang ist lebendig und erfüllend. Das verbindet diese Epochen. Wir können das Publikum wirklich ermutigen und dazu einladen, sich auf diese wunderbare Musik einzulassen.“

Die Aufführungen sind am Samstag, 8. Juli, um 21 Uhr im Kiesel und am Sonntag, 9. Juli, um 16 Uhr in St. Magnus Fischbach. Karten für 8 Euro gibt es direkt an der Abendkasse.

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