Friedrichshafen Blaue Blume: Mit vereinten Kräften wird der Umzug in den Fallenbrunnen gestemmt

Rund 40 Helfer packen beim Ab- und Aufbau der Blauen Blume an: Am Mittwoch wurden Bühne und Wasserturm an den neuen Standort im Fallenbrunnen gefahren.

Einen weiteren arbeitsreichen Tag haben das Team des Vereins Blaue Blume und rund 30 Freiwillige am Mittwoch zu leisten. Auf dem Areal Windhager Straße 32 müssen beispielsweise ein Wasserturm und die Bühne "klimpernder Glaskasten" für den Transport vorbereitet werden. Mit Traktoren sind die Eigenkonstruktionen auf den neuen Standort vor das Heizhaus im Fallenbrunnen zu fahren und dort nach Lageplan zu platzieren.

Zunächst muss die rund drei Meter hohe Wasserturmkonstruktion, die zwischen zwei Birnbäumen steht, am Stück in die Waagerechte gebracht werden. Blaue-Blume-Sprecher Ferdinand Nehm montiert mit einem Akkuschrauber an mehreren stellen Tragehölzer, zudem werden an allen vier Ecken Zurrbänder befestigt. Jakob Wirth, ebenfalls Blaue-Blume-Sprecher, und Ferdinand Nehm besprechen mit den Freiwilligen den Ablauf: "Jeweils drei Helfer an die Zurrbänder, zum Absichern – three helping people to each orange stripe." Anweisungen auch auf Englisch, die Helferschar ist international. Der Wasserturm wird geneigt, hierbei auf der einen Seite mit Stangen abgestützt, die Helfer an den Zurrbändern halten leicht dagegen, damit das Absenken sachte geschieht. Das Aufladen auf einen Traktoranhänger geht fix: Jeweils um die zehn Helfer zu beiden Seiten des Wasserturms, noch ein paar Meter tragen und hinauf mit dem Ding. Über die Glärnischstraße fahren die Traktoren – von Freiwilligen und von Klezmer-Improvisationen des Häfler Klarinettenspielers Nikolas Oberländer begleitet – in wenigen Minuten vor das Heizhaus. Mit Körperkraft wird die Bühne an ihren Platz rangiert. Kurz nach 13 Uhr werden beim Mittagessen frische Kräfte getankt.

Am Montag hat es laut Jakob Wirth Gespräche mit der Bauleitung, Vertretern des Stadtwerks sowie eines Tiefbauunternehmens gegeben. Schnellstmöglich soll der Hauptanschluss für die Wasserversorgung fertiggestellt werden. Vor dem Heizhaus wird natürlich auch gearbeitet: Eine überdachte Terrasse mit Holzbretterboden ist nahezu fertig, ein Bauwagen wird zur Sanitäranlage mit Dusche und WC umgebaut. Es sollen noch ein kleines Amphitheater mit Blick auf die Bühne entstehen und der Eingangsbereich wird einladend und doch als Abtrennung zur Straße hin gestaltet. "Die Idee ist es, einen öffentlichen Bereich zu schaffen, der für jedermann zugänglich ist", erklärt Nehm. "Für den Wasserturm müssen wir uns noch etwas überlegen – vielleicht wird eine Bibliothek mit Wendeltreppe daraus – oder ein Teil der Ton- und Lichttechnik wird dort untergebracht", nennt Blaue-Blume-Sprecherin Louisa Deinhart erste Ideen.
 

Nehm lobt die vielseitige Unterstützung, die die Blaue Blume erhält: "Die Aktion wäre nicht möglich ohne die vielen Freiwilligen, ohne Häfler Familien und Unternehmen, die uns mit Sach- und Lebensmittelspenden unterstützen oder uns Werkzeug, Autoanhänger oder Traktoren ausleihen. Herzlichen Dank auch an die Stadtverwaltung, die uns das Projekt ermöglicht."

Im Laufe des Nachmittags der Schreck: Wo sind die 200 Holzkisten, die für den Bau einer Skulptur auf dem neuen Standort benötigt werden? "Nach Absprache mit der Stadtverwaltung haben wir die Kisten auf einem rund 25 Meter entfernten Grundstück gelagert. Nun sind alle weg", berichtet Jakob Wirth. Die Blaue-Blume-Organisatoren und die Helfer hoffen, dass diese Kisten nicht in gutem Glauben als vermeintlicher Müll entsorgt worden sind. Falls dies der Fall sein sollte, müssen andere her – gerne als Spenden.

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