Friedrichshafen Besucher-Plus durch Wechselausstellungen im Zeppelin Museum

Die Planungen von Friedrichshafens Museumschefin Claudia Emmert sehen bis im Jahr 2020 eine Steigerung auf 260 000 zahlende Gäste vor.

Claudia Emmert, Chefin des Häfler Zeppelin Museums, rechnet in diesem Jahr mit knapp über 250 000 Besuchern. Zum Stichtag vergangenen Sonntag waren es bereits knapp 245 400 Menschen gewesen, die das Museum nach ihren Angaben besichtigt hatten. In den kommenden Jahren will Emmert bei der Zahl der Besucher jeweils ein jährliches Plus von 5000 erreichen. Den Zuwachs will sie vor allem über ein Konzept mit Wechselausstellungen schaffen, wie sie den Mitgliedern des Finanz- und Verwaltungsausschusses am Montag darlegte. Nach den aktuellen Planungen soll im Jahr 2020 die Zahl der Museumsbesucher bei 260 000 liegen.

Um diese Steigerung erreichen zu können, setzt Claudia Emmert auf attraktive Wechselausstellungen: Bis April 2018 werden die Ausstellungen „Schöne neue Welten. Virtuelle Räume in der zeitgenössischen Kunst“ und die Sammlungspräsentation „Max Ackermann. Der Motivsucher“ gezeigt. Ab Mai 2018 stellt die Zeppelin-Abteilung in der Ausstellung „Innovationen. Zukunft als Ziel“ technische Innovationen vor, die sich aus dem Luftschiffbau entwickelt haben. Diese Ausstellung pries Emmert den Mitgliedern des Ausschusses als kleinen Vorgeschmack für ein künftig mögliches neues Häfler Industriemuseum an. Ferner wird die Kunstabteilung in der Ausstellung „Eigentum verpflichtet! Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand“ dieErgebnisse ihrer zweijährigen Provenienzforschung präsentieren. Über den Jahreswechsel 2018/19 soll sich die Ausstellung „Idealstandard“ ausgehend von den modernen Ausstattungen der Luftschiffe den Wohnkonzepten in der zeitgenössischen Kunst zuwenden. Eine weitere Ausstellung feiert den Meister der Abstraktion, Willi Baumeister, in einer Einzelausstellung zum 130. Geburtstag.

2019 soll ein Querschnitt durch die Kunstsammlung vom Mittelalter bis zur Gegenwart unter dem Titel „Frauenpower“ vorgestellt werden. Im Sommer thematisiert die gemeinsame Ausstellung von Kunst und Technik unter dem Titel „Aircover“ Schutz und Bedrohung aus der Luft. Vom Winter 2019 bisFrühjahr 2020 wird unter dem Arbeitstitel „Globalisierungen“ eine Ausstellung der Abteilung Technik die Atlantiküberquerung eines britischen Luftschiffs zum Anlass nehmen.

Neben diesen Zukunftsplanungen muss sich Claudia Emmert mit Mängeln des Museumsbaus herumärgern. Das undichte Dach wird zurzeit saniert. Und daneben soll auch der Eingangsbereich gefälliger gestaltet werden.

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