Friedrichshafen Auf der Suche nach den schwarzen Schafen: So kontrolliert die Polizei während der Tuning World

Schnelle Autos und ein hohes Verkehrsaufkommen bedeutet für die Verkehrspolizei vor allem eins: Viel Arbeit. Die Tuning-Szene ist laut den Beamten aktuell allerdings nicht besonders auffällig. Wir begleiteten zwei Polizisten bei ihrer Arbeit.

Mit den vielen aufgemotzten Autos rund um Friedrichshafen liegt es nahe, dass die Polizei an diesen Verkehrsteilnehmern besonders interessiert sind. Aus diesem Grund bedeutet die Tuning World für Olaf Lück und Detlef Wysotzki vor allem viel Arbeit. Die beiden Polizisten der Verkehrspolizeidirektion Sigmaringen gehören zur sogenannten spezialisierten Verkehrüberwachung.

So arbeitet die "spezialisierte Verkehrüberwachung"

Für Außenstehende sieht der BMW der Polizisten wie ein normales Auto aus, aber das Fahrzeug steckt voller Technik. "Wir haben eine Kamera die nach vorn und eine die nach hinten schaut. Als Beifahrer kann ich beide bedienen", erklärt Wysotzki. Hinzu kommen die aktivierbare Polizeischilder für Heck- und Frontscheibe sowie ein Funkgerät. Der Plan der beiden Verkehrspolizisten für den ersten Messetag steht auch schon: "Wir wollen nicht nach Friedrichshafen fahren. Dort erwartet uns nur Stau, das wäre verlorene Zeit", sagt Lück. Stattdessen wollen die Polizisten die Zuflüsse kontrollieren: Von Überlingen aus die B 31 neu und die A 98.

Es dauert mehrere Kilometer, bis die Polizisten den ersten auffälligen Verkehrsteilnehmer entdecken. Ein Fahrer mit einem Sportwagen fährt zu schnell in einen Tunnel, lässt dort mehrmals den Motor aufheulen. "An dem bleiben wir dran", sagt Wysotzki, nimmt das Funkgerät und lässt von einer Kollegin in der Zentrale das Kennzeichen überprüfen.

Dann überholen sie den Sportwagen und aktivieren das "Bitte folgen"-Schild. "Unser Auto dürfte um die 200 PS haben", sagt Olaf Lück. "Wenn der Sportwagen es darauf anlegen würde, könnten wir damit aber nicht mithalten." Hinzu käme, dass die Polizei sich auf ein Hochgeschwindigkeitsrennen auf der Autobahn nicht einlassen würde. Zu gefährlich.

Die Fahrer des Sportwagens sind zwei junge Männer aus Bielefeld. "Wir sind auf dem Weg nach Monaco. Dort findet ein Grand Prix statt", erklärt der Fahrer den Polizisten. Dass gerade auch die Tuning World sei, haben die beiden nicht gewusst. Detlef Wysotzki bittet den Mann ins Polizeiauto, um die Aufnahme der Kamera gemeinsam anzuschauen. "Spätestens dann sehen viele ein, dass sie einen Fehler gemacht haben", weiß der Polizist.

"Die meisten Tuner fahren anständig", meint Detlef Wysotzki. In den vergangenen Jahren seien nur wenige aus der Szene auffällig gewesen. "Die haben Spaß am Schrauben. Raser sind sie deswegen nicht", sagt der Verkehrspolizist. Dennoch gebe es schwarze Schafe, die das gesamte Hobby in Verruf bringen. 

 

Sehen Sie hier ein Video von der Drift-Show bei der Tuning World:

 

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