Friedrichshafen Als ein Schiffsunglück die Region erschütterte und sich eine Bombe als Holzklotz entpupppte

Nachgestöbert am 7. August 2017: Was bewegte heute vor fünf, zehn und 15 Jahren die Menschen in Friedrichshafen und der Nachbarschaft? Ein vermeintlich explosiver Fund sorgte bei Abbrucharbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs für Aufregung, in mancher Diskothek stieg die erste Party mit Rauchverbot und ein Häfler Fischer kam bei einem Unglück ums Leben.

7. August – heute ...

... vor fünf Jahren:

Wenn in Friedrichshafen eine Baustelle eröffnet wird, überraschen explosive Funde eigentlich kaum. Große Teile der Stadt wurden während des Zweiten Weltkriegs durch Bomben zerstört. Überbleibsel jener Zeit werden immer wieder gefunden. So wenig überraschend solche Funde aber auch sind: Sperrungen und Evakuierungen sind mitunter natürlich dennoch erforderlich. Heute vor fünf Jahren wurde bei Abbrucharbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs ein verdächtiges Objekt freigelegt. Der Fundort wurde abgesperrt, mehrere Gebäude und Kleingärten in der Nähe geräumt, kurzzeitig auch der Bahnverkehr unterbrochen. Tags darauf konnte jedoch Entwarnung gegeben werden: Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes stellten fest, dass es sich bei der vermeintlichen Bombe um einen kegelförmigen Holzklotz handelte.

 

... vor zehn Jahren:

Vorbei die Zeit, in der durchtanzte Nächte noch am Morgen darauf an Haaren und Kleidung zu erschnuppern waren, bevor wirklich von "wach" die Rede sein konnte. Egal, ob Raucher oder nicht: Nur, wer es nach der Party noch unter die Dusche geschafft und obendrein die Kleidung möglichst ins Freie gehängt hatte, wurde beim Aufwachen vom kalten Rauch verschont. Heute vor zehn Jahren lag das erste Wochenende nach Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes hinter Clubbetreibern und ihren Gästen. Hier und da feierten Raucher, die das Verbot wieder vergessen zu haben schienen, wie am 7. August im Häfler SÜDKURIER zu lesen war. Sie wurden von Mitarbeitern der Sicherheitsdienste ins Freie geschickt oder von Freunden darauf aufmerksam gemacht.

 

...vor 15 Jahren:

Ein tragisches Schiffsunglück, das sich am Nachmittag zuvor vor Friedrichshafen ereignet hatte, erschütterte vor 15 Jahren die Menschen in der Region. Das Passagierschiff "Karlsruhe" war gerade aus dem Friedrichshafener Hafen ausgelaufen, nächster Halt sollte in Langenargen sein. Zur gleichen Zeit stiegen ein Häfler Fischereimeister und seine Tochter in ein Fischerboot und fuhren auf den See. "Was dann geschah, konnte gestern noch keine Ermittlung der Wasserschutzpolizei belegen", war am 7. August 2002 im Häfler SÜDKURIER zu lesen. "Sicher ist nur, dass das Fischerboot von links den Kurs der 'Karlsruhe' kreuzte." Seine Tochter konnte nach dem folgenden Unfall von der Besatzung des Passagierschiffes aus dem Boot gerettet werden, ihr Vater war über Bord gegangen. Er tauchte nicht mehr auf. Bei Gerichtsverhandlung Monate später kamen Richter zu dem Ergebnis, dass eine Verkettung unglücklicher Umstände zu dem Zusammenstoß geführt hatte.

 

Für die Reihe "Nachgestöbert" werfen wir immer montags einen Blick in alte SÜDKURIER-Ausgaben und die Chronik unserer Facebookseite: Worüber wurde vor fünf, zehn und 15 Jahren in der Stadt diskutiert?

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