Friedrichshafen Ailinger Realschüler organisieren Spenden an Herberge und Tafel

440 Euro haben Ailinger Realschüler an die Friedrichshafener Tafel gespendet. Das Geld haben sie durch eigene Aktionen selbst verdient. Durch die Schülerinitiative wurde es möglich, dass die Firma Vaude Schlafsäcke, Isomatten und Jacken an die Obdachlosenunterkunft Herberge spendete.

Eigentlich sollten sie lernen, wie man Geld verdient, herausgekommen ist soziales Engagement: Im Schulprojekt "Wirtschaft Verwalten Recht" an der Realschule Ailingen entwickeln Schüler Ideen, wie sie selbst etwas erwirtschaften können. "Wir haben Waffeln gebacken, Cakepops und Schokospieße hergestellt und verkauft", sagt Achtklässlerin Rike. "Das Projekt haben wir weitergeführt und einen Verkauf beim Schulfest organisiert", sagt Klassenkameradin Lara. 440,18 Euro kamen zusammen. "Das verdiente Geld wollte die Klasse nicht behalten", sagt Klassenlehrerin Kerstin Schmid. Die Schüler beschlossen, damit obdachlosen Menschen zu helfen und Schlafsäcke zu kaufen. Dafür wendeten sich an die Firma Vaude. Dort fand man die Idee so gut, dass Vaude das Geld nicht nahm, sondern Produkte selbst spendete, vor allem solche, die wegen kleiner Fehler zurückgeschickt wurden oder gar nicht in den Handel kamen. Das Geld kommt jetzt der Tafel zugute.

Am Dienstag überreichen die 24 Schülerinnen und Schüler der 8c der Obdachlosenunterkunft Herberge acht große Kisten mit Schlafsäcken, Isomatten, Schuhen und Jacken, in leuchtenden Farben und Markenqualität. "Ich freu mich richtig saumäßig stark, dass ihr an die Leute auf der Straße denkt", sagt der Leiter der Herberge, Stefan Zorell. Diejenigen, die hier übernachten, brauchen zwar keine Schlafsäcke. "Wir werden die verschenken, denn es leben immer noch viele Menschen auf der Straße", sagt er.

Der Vereinsvorsitzende der Tafel, Dieter Stauber, nahm den Scheck über 440,18 Euro entgegen. "Es gibt viele arme Menschen, die darauf angewiesen sind, bei uns günstig Lebensmittel einzukaufen." Das Geld helfe, diese Arbeit fortzuführen. Die Tafel betreibt den Laden in der Hofener Straße und hat drei Festangestellte.

Schmid ist stolz auf ihre Schüler: "Das war gar nicht geplant. Besonders toll finde ich, dass sie freiwillig weitergemacht haben." Jetzt konnten sie doppelt helfen. "Das ist ein schönes Gefühl", sagt Achtklässlerin Leonie. Dann helfen alle, die schweren Kisten ins Haus zu tragen.

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