Friedrichshafen 50 Jahre FC Friedrichshafen: Auf einer ehemaligen Viehweide fing alles an

Vor 50 Jahren ist der Fußballverein gegründet worden: Ein Blick in Historie des FC Friedrichshafen.

Vor einem halben Jahrhundert hat auf einer ehemaligen Viehweide in Laimnau alles angefangen. Seit mittlerweile 30 Jahren ist der FC Friedrichshafen in der Steinbeisstraße nahe des Berufschulzentrums heimisch geworden und zu einer unverzichtbaren Sportadresse im Häfler Osten geworden.

Auf die Vereinsfarben Rot und Weiß einigten sich die 25 ersten Mitglieder unter dem Vorsitzenden Martin Keller bei der Vereinsgründung am 6. Dezember 1967 – also vor 50 Jahren – in der Gaststätte Paulinenhof. 1969 erfolgte der Umzug von Laimnau auf den Sportplatz in Lochbrücke. Eine erste Hütte wurde aus dem Holz alter Strandbad-Umkleidekabinen zum Schnäppchenpreis von 111 Mark aufgestellt. In den 1970er Jahren begannen die Verhandlungen mit der Stadt Friedrichshafen um ein Sportgelände im Stadtgebiet. Zunächst war ein Grundstück im Seewiesenesch, das sich im Besitz der Württembergischen Hofkammer befand, im Gespräch. Im Oktober 1987 war es dann endlich so weit. Das neue Vereinsheim in der Steinbeisstraße konnte eingeweiht werden, nicht zuletzt dank des unermüdlichen Engagements und 8000 geleisteter Arbeitsstunden der Mitglieder. Im gleichen Jahr wurden das Stadion am Berufsschulzentrum und ein benachbarter Kunstrasenplatz ihrer Bestimmung übergeben – damit waren auch die Voraussetzungen für einen ordentlichen Spielbetrieb gegeben. Ebenfalls 1987 fiel das ehemalige Vereinsheim in Lockbrücke einem bis heute ungeklärten Brand zum Opfer.

Das erste FC-Vereinsheim – eine alte Holzhütte. Sie wurde Mitte der 1980er durch einen Brand zerstört.
Das erste FC-Vereinsheim – eine alte Holzhütte. Sie wurde Mitte der 1980er durch einen Brand zerstört. | Bild: privat

Bereits zwei Jahre zuvor waren richtungsweisende Entscheidungen im Verein gefallen. Die Abteilungen Volleyball, Badminton und Turnen wurden gegründet und erweiterten damit das sportliche Vereinsspektrum erheblich. Vor gut einem Jahrzehnt schloss sich auch eine Boule-Gruppe dem FC Friedrichshafen an. Zwischenzeitlich stieg die Zahl der Mitglieder in den 1990ern sogar auf die stattliche Zahl von 900 an. Fast 40 Jahr stand Karl König dem FC als Vorsitzender vor. In seine Amtszeit fielen neben dem Bau des Vereinsheims auch die Neuanlage eines Kunststoffrasenplatzes an der Rotach. Zu den sportlichen Höhepunkten gehörten der zweimalige Aufstieg der Fußballer in der Kreisliga A und der Booler in der Landesliga. Die Prioritäten des Vereins liegen seit Jahrzehnten nicht nur im Wettkampfsport, sondern vor allem auch im Breiten-, Jugend- und nicht zuletzt im Senioren- und Gesundheitssport.

1986: Das neue Vereinsheim an der Steinbeisstraße entsteht. Vorne im Bild Bauleiter Paul Ritter (links) und Karl König.
1986: Das neue Vereinsheim an der Steinbeisstraße entsteht. Vorne im Bild Bauleiter Paul Ritter (links) und Karl König. | Bild: privat

Unruhe gab es im Jubiläumsjahr des Vereins durch den Rücktritt des Vorsitzenden Oliver Siegemund, der erst Monate zuvor gewählt worden war. Siegemund wollte mit Vereinsfußballern im Alter zwischen neun und zwölf Jahren zu einer Fußballfreizeit nach Namibia aufbrechen – ein Projekt, das im Verein und bei Eltern auf heftige Kritik gestoßen war. Bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden wird der FC kommissarisch von Udo Dewald, Ralf Palt und Kai Nopper geführt.

Steht im sicher gut: Die kommissarischen Vorsitzenden Udo Dewald (links) und Kai Nopper (rechts) überreichen Gründungsmitglied Franz Göser ein Jubiläums-Poloshirt des FC Friedrichshafen.
Steht im sicher gut: Die kommissarischen Vorsitzenden Udo Dewald (links) und Kai Nopper (rechts) überreichen Gründungsmitglied Franz Göser ein Jubiläums-Poloshirt des FC Friedrichshafen. | Bild: Wilfried Geiselhart

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