Frickingen Musiker Helmut Eisel und Erzählerin Kerstin Klaholz begeistern Schüler

Mit der Erzählerin Kerstin Klaholz ist Helmut Eisel, der Musiker mit der Klezmer-Klarinette, einen Tag nach dem Konzert "Naftule und die Bremer Stadtmusikanten" in der Graf-Burchard-Halle in die Frickinger Schule gekommen. Hier wurden die Beiden von den Schülern der Klassen drei und vier erwartet, die sichtlich viel Vergnügen mit den Tönen dieses Instrumentes hatten: Die Klarinette jammert, sie kann auch kreischen, quietschen oder lustig sein, kommentierten sie Eisels Spiel.

Die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz ermöglichte den Schülern mit der Aufführung in Frickingen wieder ein klassisches Konzerterlebnis. Erzählerin Klaholz erklärt, dass sie die Bremer Stadtmusikanten in eine Geschichte über Flüchtlinge aufgebaut hätten, "waren sie doch tatsächlich die ersten bekannten Flüchtlinge, zumindest aus dem Tierreich, und heute ist diese Geschichte doch ganz aktuell", so Klaholz. Im Stück begegnet der unternehmungslustige Naftule mit seinem Übersetzer Pino den wohl berühmtesten Flüchtlingen der Weltliteratur.

Die über 30 Kinder hingen gebannt an Eisels Lippen und lauschten dem Instrument, aber auch seinen Erklärungen, wie die Töne überhaupt zustande kommen. Dazu zeigte der Musiker, der als Solist für die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz spielt, ein gläsernes Mundstück. Die Schüler waren hingerissen davon, der Klarinette selbst ein paar Töne zu entlocken. Und das klappte erstaunlich gut. Einige der Kinder erzählten, dass sie selbst ein Instrumente spielen, wie beispielsweise Maja Roth aus Bruckfelden. Sie könne sich aber noch nicht vorstellen, "einmal so gut zu spielen wie Herr Eisel".

Mit der "sprechenden Klarinette" gelingt es, Geschichten zu erzählen. Kerstin Klaholz nennt das ein symphonisches Sprechen. Sie hat das Stück "Naftule und die Bremer Stadtmusikanten" zusammen mit Eisel geschrieben. Die Kinder haben beim Konzert in der Halle genau aufgepasst und wissen: das hohe Krächzen des Hahns wurde auf der Piccolo-Flöte gespielt, der Esel auf der Posaune. Es war mucks­mäus­chen­still in der Aula der Schule, als Eisel ein paar Stücke zum Besten gab. Danach jedoch wurden die Schüler lebhaft, als es galt, den Musiker regelrecht mit Fragen zu löchern. "Wie viele Jahre spielst du schon, in welchen Ländern hast du schon gespielt? Die Frage wie lange es die Südwestdeutsche Philharmonie in Konstanz schon gebe, konnte selbst Eisel nur vage beantworten: "Sehr lange." Lesern und Schülern sei hier verraten, sie wurde im Jahre 1932 gegründet.

Als tolle Möglichkeit, das Konzert-Erlebnis nun in der Schule nochmals zu vertiefen, bezeichnete Rektor Uwe Götz die Veranstaltung und freute sich sehr über die lebhafte Teilnahme und das ehrliche Interesse der Schüler.

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