Frickingen Improtheater Plan B: Ein Geben und ein Nehmen zwischen Bühne und Publikum im Lagerhäusle

Das Improvisationstheater mit Plan B aus Sigmaringen begeistert das Publikum im Lagerhäusle.

Improvisationstheater ist es, wenn jeder Auftritt einzigartig und unwiederholbar ist. Im Altheimer Lagerhäusle spielte Plan B auf Zuruf des Publikums Szenen aus dem Alltag. Doch wenn es dann heißt "ein Raumschiff landet in Eritrea", dann hat der dargestellte Nachrichtensprecher eine harte Nuss zu knacken. Zumal, wenn er davor aus dem Raum geschickt wurde und sich Stück für Stück mit Hilfe seines Moderators und anhand der Reaktionen der Zuschauer erschließen muss, worüber er überhaupt berichten soll.

Das Sextett – Brigitte Lucas-Kuhl fehlte an dem Abend – begeisterte das Publikum mit Spielfreude und hoher Konzentrationsfähigkeit. Schnell setzten sie die teils absurden Vorgaben humorvoll um. So inszenierten sie "Schwaben in Alaska" oder bauten von den Zuschauern aufgeschriebene Sätze wie "Alle Wege führen nach Altheim" und "Freibier für alle" in eine zusammenhängende Geschichte. In der Zugabe spielten sie die Höhepunkte des Abends im raschen Ablauf nach. So belebte Martin Romer erneut die putzige Maus, mit der er nach einem zufällig ausgewählten Buchtext die Zuschauer zuvor begeistert hatte und Christine Fuchs kramte nochmals den imaginären Elefanten-Riesen-BH hervor, mit dem sie etliche Lacher geerntet hat.

Plan B ist nicht nur auf der Bühne publikumsnah. Die Schauspieler stellten sich in der Pause und nach der Vorstellung den Fragen der Besucher. "Viele wissen nicht, was Improvisationstheater genau bedeutet und können nicht glauben, dass es keine Tricks oder Absprachen gibt", erklärt Florian Marquart. Ohne vorgegebenen Text und ohne programmierte Lacher, dennoch gebe es auch beim Improtheater Regeln, erläutert er weiterhin. "Nein sagen" ginge gar nicht, der mitspielende Partner müsse immer mit in die Vorlage einsteigen. "Klar weiß man mit der Zeit in etwa, wie der andere reagiert, aber es gibt keine Sicherheit. Impro ist auch die Lust am Scheitern", fügt der Moderator des Abends an. Wichtig ist natürlich, dass das Publikum aktiv mitmacht. "Wir mögen es, wenn es auch ein bisschen frech ist", ergänzt Romer und erklärt: "Es ist ein Geben und ein Nehmen."

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