Frickingen Herbstmarkt ist einmal mehr Publikumsmagnet

Auch in seiner 22. Auflage ist der Frickinger Herbstmarkt gelaufen wie geschmiert. Trotz wolkigem Himmel kamen viele Besucher, um die ausschließlich heimischen Waren zu sehen und zu kaufen. Die Händler und Organisatoren sind hochzufrieden.

Er läuft und läuft und läuft: Was man dem legendären VW-Käfer nachgesagt hat, gilt heute für den Frickinger Herbstmarkt. Auch in seiner 22. Auflage ist das Gemeindefest der Drei-Museen-Gemeinde gelaufen wie geschmiert, obwohl der gestrige Sonntag mit einem wolkenverhangenen Himmel heraufgezogen ist. Händler wie Besucher und auch die Organisatoren vom Herbstmarktausschuss zeigten sich voll zufrieden.

Schon eine Stunde vor der offiziellen Markteröffnung schlenderten die ersten Besucher durch die Kirchstraße und füllten ihre mitgebrachten Säckchen und Einkaufskörbe. Die Regentropfen, die anfangs noch fielen, konnten dem Herbstmarktgeschehen wenig anhaben. "Mit Regenschirm geht's auch", nahm es Josef Pachter, der zu den frühesten Besuchern zählte, gelassen. Nicht ganz so gleichmütig waren indessen einige Marktbeschicker. "Als es am Samstag zu kübeln begonnen hat, musste ich bei einigen Standbetreibern noch ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten, dass sie nicht die Segel streichen", erklärte Erich Fruh vom Herbstmarktausschuss gegenüber dem SÜDKURIER. Dabei leistete ihm der landwirtschaftliche Wetterdienst gute Argumentationshilfe. Dessen Prognose verhieß nämlich, dass die Wolkendecke ab elf Uhr aufreißen würde. Und das ist fast auf die Minute genau so eingetreten.

Von da an wurde es eng auf der Marktmeile. Aus allen Himmelsrichtungen, aus der näheren und ferneren Umgebung, strömten die Besucher herbei. Und plötzlich ging es nur noch in kleinen Tippelschritten voran. Auch nach über zwei Jahrzehnten hat sich das Konzept des Frickinger Herbstmarkts nicht totgelaufen. Seine Originalität mit nahezu ausschließlich heimischen Marktbeschickern, mit einer Gewerbearena, in der sich örtliche Betriebe präsentieren, und einem bunten Rahmenprogramm zieht nach wie vor.

Die über 80 Standbetreiber boten Dinge feil, die es eben nicht an jeder Ecke gibt. Dinge mit dem Markenstempel "Made in Frickingen". Extravagante Kopfbedeckungen, natürlich handgestrickt, Schals, gedrechselte Holzschalen, kunstvolle Keramik ließen vor allem die Augen der weiblichen Besucher überlaufen. Ihre männliche Begleiter kamen hingegen kaum an den diversen Schnäpschen, die ebenso vom landwirtschaftlichen Reichtum der Obstbaugemeinde zeugten wie die blauen Pflaumen und rotbackigen Äpfel, die einem aus großen Kisten entgegenlachten und reichlich Abnehmer fanden. Beim Bürstenmacher Kurt Schwark aus Denzlingen, der seit Jahren auf dem Frickinger Herbstmarkt zu finden ist, gab es Borstiges für nahezu alle Fälle. Sei es ein Rückenkratzer mit einem ellenlangen Stil oder ein edler Rasierpinsel mit Olivenbaumknauf und Schweineborsten.

Zum absoluten Star des diesjährigen Herbstmarkts avancierte "Onil", der müllfressende Drache der Freiburger Künstlerin Oni Maurer. Wenn das unersättliche Ungeheuer über die Pfarrwiese watschelte und an Hosen- und Handtaschen nach Abfallartigem schnupperte, um dies dann zu verschlingen und mit lautem Rülpsen und anderen Tönen zu verdauen, um dann ein Drachenei zu legen, waren Lacher garantiert.

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