Frickingen Frickingen mit Rekordinvestitionen im laufenden Haushaltsjahr

Nach Rekordinvestitionen im laufenden Haushaltsjahr drosselt die Frickinger Verwaltung das Investitionstempo ab 2019. Bis 2021 sollen insgesamt nur noch 2,95 Millionen Euro investiert werden.

Als "ambitioniert und zugleich verantwortungsvoll" hat Bürgermeister Jürgen Stukle in öffentlicher Sitzung das von Kämmerer Florian Keller dargestellte, haushaltsplanerische Vorgehen bezeichnet. Der Gemeinderat stand einstimmig hinter dem Gesamtzahlenwerk. Nach der rekordverdächtigen Investitionssumme von 4,2 Millionen Euro in 2018 soll in den drei Folgejahren deutlich weniger investiert werden. Investitionsschwerpunkte liegen dann vor allem auf Grundschulausbau- und Sanierung, auf dem Straßenbau oder der Abwasserbeseitigung. Erklärtes Ziel ist es, auch die zukünftigen Ausgaben ohne neue Kreditaufnahme zu stemmen.

Die wichtigsten Projekte im gerade angelaufenen Jahr sind nach Angaben Kellers Hochwasserschutz in Höhe von 1,1 Millionen Euro, Grunderwerb für gewerbliche Entwicklung in Höhe von 650 000 Euro und die Sanierung der Felderstraße in Bruckfelden, die mit 463 000 Euro zu Buche schlägt. Zusammen machten sie 53 Prozent der Gesamtinvestitionen aus und seien größtenteils gegenfinanziert.

Die Gesamtausgabensumme 2018 soll refinanziert werden, insbesondere über Zuschüsse in Höhe von 1,5 Millionen Euro, eine Rücklagenentnahme von rund 1 Million Euro sowie Grundstücksverkäufen plus Erschließungsbeiträgen in Höhe von 1,2 Millionen Euro und die Rückzahlung eines Trägerdarlehens (12 000 Euro). Auf Grund einer "sehr positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" rechnet der Gemeindekämmerer mit einem Einnahmeplus von 573 000 Euro aus den Schlüsselzuweisungen und Steuereinnahmen. Allein beim Einkommensteueranteil visiert er ein Plus von 253 000 Euro an.

Allerdings zieht die hohe Steuerkraftsumme höhere Umlagen nach sich. Kreis-, FAG- und Gewerbesteuerumlage machten zusammen schon 1,923 Millionen Euro aus. Im Vorjahr waren es noch 92 000 Euro weniger. Im Ganzen kommen Mehrausgaben von 223 000 Euro zusammen. Um 4,1 Prozent gestiegene Personalkosten gegenüber 2017 beinhalteten nach Kämmerer- Angaben eine dreiprozentige tarifliche Steigerung.

Die Ausgaben können laut Keller mit den zu erwartenden Einnahmen ausgeglichen werden. Kreditaufnahmen sind trotz Rekordinvestitionen nicht nötig. Optimistisch stimmt ihn auch die um 350 000 auf 500 000 Euro ansteigende Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt. Eine weitere gute Nachricht für die Bürger: Gebühren und Hebesätze bleiben wie gehabt. Bei den Bestattungsgebühren gibt es Veränderungen.

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