Frickingen Elvis-Show beim Frickinger Herbst: Mehr als ein Rock'n'Roll-Abend

Andreas Kern sorgt mit seiner Elvis-Interpretation in der Graf-Burchard-Halle für Tanzstimmung und lässt das Lebensgefühl der 1950/60er-Jahre in faszinierender Weiseaufleben. Er beweist aber auch, das Elvis mehr war als nur der "King of Rock'n'Roll".

Es war ein Glanzlicht der Frickinger Herbstwoche, das am Freitagabend in der Graf-Burchard-Halle mit der Elvis-Show und Andreas Kern als Hauptakteur über die Bühne ging. Mit dem renommierten Pianisten Georg Hermansdorfer und der Münchner Acapellaband "Voice Break" an seiner Seite ließ der Schauspieler und Leiter des Tegernseer Volkstheaters die vor fast genau 40 Jahren verstorbene Rock-Legende in rund zwei Dutzend Songs und zahlreichen Geschichten und Anekdoten aufleben.

Die Veranstaltung war eine einzige Hommage an das einstige Rock-Idol und die 1950/60er-Jahre. Etliche Tanzpaare vom Rock'n'Roll-Club Friedrichshafen zelebrierten das damalige Lebensgefühl in faszinierender Weise. Die Rocksäume der Damen entfalteten sich beim Rock'n'Rollen zu fliegenden Rosetten wie ein Kettenkarussell in voller Fahrt. Auf die Gesichter der Zuschauer legten sich dabei Mienenspiele, die ausdrückten, dass man in eine andere Welt entrückt war.

Doch Elvis war bei weitem nicht nur der "King of Rock'n'Roll". Das machte Andreas Kern mit und zwischen seinen vorgetragenen Elvis-Songs deutlich. Elvis – das war auch der Gospelinterpret, das war auch der Schnulzensänger, und es war auch der Filmschauspieler. Das alles hat Andreas Kern in seinen dreistündigen Auftritt verpackt. "Ich möchte den Menschen Elvis als Ganzes nahebringen", erklärte Andreas Kern im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Das ist ihm gelungen. "Ich habe früher selbst Rock'n'Roll getanzt, auf die Elvis-Songs, und wollte hier etwas über den Menschen Elvis erfahren", sagte Antoinetta Schat aus Altheim. "Ja, ich habe jetzt doch ein recht gutes Bild von ihm", sagte sie am Ende.

Auch Gerhard Gnannt vom Rock'n'Roll-Club Friedrichshafen fand das Ganze "eine spannende Geschichte". Vieles, was er über Elvis erfahren hat, war ihm neu. Dass Elvis ein gläubiger Mensch war, der zuerst Gospels gesungen hat. Hätten das die Väter und Mütter der 1950/60er-Jahre gewusst, sie wären vermutlich, wie Andreas Kern mutmaßte, nicht so in Panik geraten, dass ihre Töchter so auf den Frauenschwarm Elvis abgefahren sind. Gut möglich, dass sich am Freitagabend die Elvis-Fangemeinde noch einmal vergrößert hat.

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