Frickingen Ehrennadel des Landes für Hubert Fischer vom Musikverein Altheim

Der Musiker und frühere Dirigent hat sich in Frickingen verdient gemacht. Nun wurde er im Rahmen des Weihnachtskonzertes mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Die voll besetzte Graf-Burchard-Halle beim Festlichen Konzert des Musikvereins Altheim erwies sich als der Rahmen, den sich ein Musiker nur wünschen kann, wenn ihm eine hohe Ehrung zuteil wird. Bürgermeister Jürgen Stukle, der zunächst der Musikkapelle Altheim ein ganz großes Kompliment für das mitreißende festliche Konzert aussprach, hatte die Ehre, im Auftrag des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann den langjährigen Vorsitzenden des Musikvereins Altheim, Hubert Fischer, für seine außergewöhnlichen Leistungen und sein ehrenamtliches Engagement mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg auszuzeichnen.

Die spürbare Spielfreude ihres Dirigenten Stefan Strecker sprang auf 58 Musikerinnen und Musiker über, die einmal mehr ein mitreißendes festliches Konzert boten.
Die spürbare Spielfreude ihres Dirigenten Stefan Strecker sprang auf 58 Musikerinnen und Musiker über, die einmal mehr ein mitreißendes festliches Konzert boten. | Bild: Albert Mayer

Hubert Fischer leitete 23 Jahre lang den Verein und prägte ihn maßgeblich. Zuvor bekleidete er 8 Jahre das Amt des Jugendleiters und war kurzzeitig auch zweiter Vorsitzender. Als Achtjähriger begann Hubert Fischer im Jahre 1971 seine Ausbildung an der Klarinette, der er, zusammen mit dem Saxofon, bis zum Jahre 2006 treu blieb. In seiner Laudatio würdigte Bürgermeister Jürgen Stukle die Persönlichkeit: „Du kannst sehr stolz sein, was Du hier in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen mit auf- und ausgebaut hast. Dieses Engagement ist außergewöhnlich und verdient höchsten Respekt und Anerkennung.“

Die Liste mit Hubert Fischers Aktivitäten ist lang. Ein Kernpunkt war ihm die Jugendarbeit, die längst die Qualität einer Musikschule besitzt. Neben seiner Tätigkeit als Jugendausbilder setzte er sich in dieser Hinsicht auch richtungsweisend für die Kooperationen mit den Musikvereinen Frickingen und Wintersulgen ein. Bürgermeister Stukle erinnerte in seiner Lobrede auch an die Funktionen, mit denen Fischer sich aktiv im sozialen Miteinander seiner Heimatgemeinde einbrachte; so auch im Organisationsteam des Herbstmarktes. In allen Bereichen sei er stets Ansprechpartner, Motivator und vor allem Vorbild gewesen. Wörtlich führte er aus: „Mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit hast Du Deine Zeit und Kraft in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, hast Verantwortung im gesellschaftlichen und sozialen Leben übernommen und damit unser Gemeinwesen bereichert. Das sind Werte, die eine Gesellschaft im Inneren zusammenhalten und vor allem die Lebensqualität einer Gemeinde stärken“. Ganz persönlich bedankte sich Bürgermeister Stukle für die immer sehr offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit, bevor er Hubert Fischer die Ehrennadel ansteckte und die Urkunde des Ministerpräsidenten überreichte. Der Musikkapelle zollte er höchstes Kompliment für den großartigen Konzertabend.

Dieser Ehrung schloss sich auch Walter Stegmaier als Präsident des Blasmusikverbandes Bodenseekreis an, der Hubert Fischer die neu geschaffene Fördernadel in Gold mit Diamant für seine 36-jährigen Verdienste für die Blasmusik überreichte. Schmunzelnd fügte er hinzu: „Eine solche Ehrung ist für mich nicht gerade alltäglich!“

Nicht zuletzt war es seinem jungen Nachfolger Johannes Michel vorbehalten, den Dank des Musikvereines zum Ausdruck zu bringen, in dem er all die Jahre als aktiver Musiker, Jugendleiter, Ausbilder und die letzten 23 Jahre als Vorsitzender Revue passieren ließ. Er erinnerte an die großen Aktivitäten des Musikvereins wie die beiden Baumaßnahmen am Musikhaus oder das große Musikfest 1996. Besonders wusste Johannes Michel die gar nicht selbstverständliche Tatsache zu würdigen, dass Hubert Fischer auch nach seinem Umzug in den Schwarzwald dem Verein weiter treu geblieben sei. Nach alldem war es keine große Überraschung mehr, dass ihn Johannes Michel unter tosendem Beifall seiner Musikkameraden und des Publikums zum Ehrenvorstand des Musikvereins Altheim ernannte.

Die einst von Hubert Fischer ausgebildete Klarinettistin Marion Seeger (links) wurde nach 30 aktiven Jahren verabschiedet. Trotz ihres Wohnortwechsels nach Hausen am Andelsbach scheute sie sich nicht, stets den Weg zu den Proben und Auftritten aufzunehmen. Ebenso scheidet Roland Halder (Mitte) als Aktiver des Musikvereins Altheim aus, bei dem er 22 Jahre lang Trompete und Flügelhorn spielte und als Ausbilder tätig war; zuvor wirkte er schon 25 Jahre beim Musikverein Neufrach. Beide Musikkameraden wurden vom Vorsitzenden Johannes Michel zu Ehrenmitgliedern ernannt und mit einem Geschenk verabschiedet.
Die einst von Hubert Fischer ausgebildete Klarinettistin Marion Seeger (links) wurde nach 30 aktiven Jahren verabschiedet. Trotz ihres Wohnortwechsels nach Hausen am Andelsbach scheute sie sich nicht, stets den Weg zu den Proben und Auftritten aufzunehmen. Ebenso scheidet Roland Halder (Mitte) als Aktiver des Musikvereins Altheim aus, bei dem er 22 Jahre lang Trompete und Flügelhorn spielte und als Ausbilder tätig war; zuvor wirkte er schon 25 Jahre beim Musikverein Neufrach. Beide Musikkameraden wurden vom Vorsitzenden Johannes Michel zu Ehrenmitgliedern ernannt und mit einem Geschenk verabschiedet. | Bild: Albert Mayer

Festliches Konzert: Von Armstrong bis Stille Nacht

Am Vorabend des vierten Adventssonntages ist das Festliche Konzert des Musikvereins Altheim eine feste Größe im Jahreslauf. Dazu konnte ihr Vorsitzender Johannes Michel die vielen Gäste begrüßen, die die weihnachtlich dekorierte Graf-Burchard-Halle bis zum letzten Platz füllten.

Das Blasorchester hatte mit seinem Dirigenten Stefan Strecker ein anspruchsvolles wie vielgestaltiges Programm vorbereitet, das vom Publikum mit viel Beifall honoriert wurde.

Das Konzert begann mit einer Polonaise von Peter Tschaikowski und unternahm Reisen nach Amerika und ins alte Russland. Alte Erinnerungen wurden an Louis Armstrong und den Popsänger Prince geweckt. Der Medley „A Holly Jolly Christmas“ ließ Weihnachtsstimmung ebenso aufkommen wie die Melodie des weltweit bekannten „Mary`s Boychild“. Der Weihnachtsklassiker „Tochter Zion“ zog das Publikum vollends in seinen Bann. Unter der Stabführung durch Stefan Strecker bildeten die 58 Musikerinnen und Musiker einen großen Klangkörper, der durch die Gastmusiker Meik Gommeringer, Peter Schulze und Daniel Stecher noch verstärkt wurde. Mit ihren Solis brillierten Nina Rudy an der Oboe, Florian Groß an der Trompete und Marina Wehinger am Alt-Saxophon. Dazu feierten die von der Jugendkapelle kommenden Jungmusiker Paul Galusek, Lukas Seidel und Michael Kohler ihr Debüt. Susan Leibinger führte unter dem Leitspruch „Musik ist Balsam für die Seele und Erholung für den Geist“ charmant durch den Abend und trug mit ihren einführenden Worten zum Verständnis der einzelnen Stücke bei. Zum stimmungsvollen Finale überbrachten die Musikerinnen und Musiker im verdunkelten Saal im Schein flackernder Kerzen ihre Weihnachtsgrüße mit der Weise „Stille Nacht, heilige Nacht“.

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