Deggenhausertal Vernissage im Zeichen der Harmonie im Rathaus Wittenhofen

Rathaus Wittenhofen wird bis Mitte Juni zur Galerie – 13 Künstler der Gruppe "Fundus Artifex" stellen ihre Werke aus.

Obwohl die Vernissage der eindrucksvollen Ausstellung am Freitag, den 13. stattfand, zeigten sich die 13 Künstler der Gruppe "Fundus Artifex" nicht abergläubisch. Kunstliebhaberin und Sammlerin Marion Vischer flocht in ihre Laudatio ein, dass es auch schwarze Katzen in der Ausstellung in den Werken von Mitorganisatorin Petra Kolossa gebe und sie selbst 13 Werke des Ideengebers für die Ausstellung, Walter Steenblock, ihr Eigen nenne. Das Datum entpuppte sich eher als Glücksfall, denn die Vernissage stand unter dem selben Motto wie das der Ausstellung – "Harmonie". Vischer betonte: "Es ist schön, wenn Talente dazu genutzt werden, andere Menschen zu erfreuen. Die anwesenden Künstler freuen sich über Ihre Fragen zu den Werken."

Das Herz der Bücher: „Zerlesen 3“ heißt die Kollage von Petra Kolossa aus Horgenzell.
Das Herz der Bücher: „Zerlesen 3“ heißt die Kollage von Petra Kolossa aus Horgenzell. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Fünf Klarinettenschülerinnen von Doris Leberer umrahmten die Vernissage musikalisch und unterhielten die Besucher auch während des Rundgangs durch die Ausstellung musikalisch. Vernissage-Besucherin Gudrun Servay-Böttcher aus Hagnau, selbst Künstlerin, sagte nach dem Rundgang durch die Ausstellung: "Am faszinierendsten waren für mich die kleinen Schaukästen von Theresia Hillebrand, die so akkurat, so klein und so fuselig ihre Geschichten darstellt." Die Bilderserie von Vanessa Brünsing, die sich "Butterfly" nennt, fand sie interessant, gab aber zu, dass sie "nicht ganz ihre Richtung" seien. Ausgesprochen gut fand Servay-Böttcher die Gruppe von alten, aber künstlerisch neu und bunt gestalteten Begegnungsstühlen: "Kunst ist Kommunikation, man kommt ins Gespräch und das ist auch bei der Vernissage so." Sie begrüßte, dass die Ausstellung in den hellen Fluren des Rathauses stattfände.

Die Würze im Detail „Wo ist Rotkäppchen?“, nennt Theresia Hillebrand ihre satirische Miniatur, die wie die meisten ihre Werke den Betrachter einlädt, die vielen offensichtlichen und versteckten Details zu erkunden.
Die Würze im Detail „Wo ist Rotkäppchen?“, nennt Theresia Hillebrand ihre satirische Miniatur, die wie die meisten ihre Werke den Betrachter einlädt, die vielen offensichtlichen und versteckten Details zu erkunden. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Bürgermeister Fabian Meschenmoser freute sich besonders darüber, dass die Künstlergruppe bereits in Aussicht gestellt habe, im kommenden Jahr wieder eine Ausstellung zu gestalten. Laudatorin Vischer hatte die ausstellenden Künstler mit ihrem Werk kurz vorgestellt. So etwa das Werk Vanessa Brünsings aus Friedrichshafen, die Kunst zum Nachdenken gestaltet: "Ihre Werke zeigen, wie schön die Welt einerseits ist, andererseits stoßen dem Betrachter die durch den Menschen gemachten Unzulänglichkeiten auf." Künstlerin Claudia Bode aus Wolfegg beschreibt ihre Kunst so: "Meine Bilder sind Reflexionen meiner Impressionen und Emotionen." Und Holger Wagner aus Horgenzell zeigt Fotografien zum Thema Harmonie, aber auch Spielfiguren aus recyceltem Material: "Das ist eine Hommage an die Spielestadt Ravensburg." Es lohnt sich allemal, sich selbst ein Bild von der vielseitigen Ausstellung zu machen.

Perspektiven in Schnurschlagtechnik „Was siehst du auf dem Bild“, fragt Walter Steenblock gerne und freut sich, wenn der Betrachter erkennt, dass es sich um einen Ausschnitt des Bodensees handelt.
Perspektiven in Schnurschlagtechnik „Was siehst du auf dem Bild“, fragt Walter Steenblock gerne und freut sich, wenn der Betrachter erkennt, dass es sich um einen Ausschnitt des Bodensees handelt. | Bild: Wolf-Dieter Guip

 

Die Ausstellung wird bis zum 15. Juni zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und am Donnerstagnachmittag von 14 bis 18 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich sein. An zwei Freitagabenden, am 27. April und zur Finissage am 15. Juni besteht jeweils die Möglichkeit von 17 bis 20 Uhr mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen.

 

Widersprüche in Stahlblech „Die Mädels vom See“ heißt ein Arrangement von Silhouetten in Kombination mit einer eher flächigen Skulptur aus Stahlblech, von Markus Meyer.
Widersprüche in Stahlblech „Die Mädels vom See“ heißt ein Arrangement von Silhouetten in Kombination mit einer eher flächigen Skulptur aus Stahlblech, von Markus Meyer. | Bild: Wolf-Dieter Guip

 

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