Deggenhausertal Um- und Anbau für Kindergarten Untersiggingen

Der Gemeinderat Deggenhausertal hat der Planung zugestimmt, das Kinderhaus in Untersiggingen umzubauen und durch einen Anbau zu erweitern. Das Projekt kostet rund 950 000 Euro.

Das Kinderhaus mit Krippe und Kindergarten in Untersiggingen ist in den vergangenen Jahren durch kleinere Umbauten immer wieder aktualisiert worden, um den wechselnden Bedürfnissen gerecht zu werden. Insbesondere durch die hohe Zahl an Kindern, die in der Einrichtung zu Mittag essen, gibt es mehr Platzbedarf. In der Augustsitzung des Gemeinderats waren verschiedene Planungsvarianten vorgestellt worden. Im Gremium wurde deutlich, dass eine Verbesserung der beengten Verhältnisse gewünscht ist – allerdings wurde ein zweigeschossiger Bau abgelehnt.

In der jüngsten Ratssitzung stellte Architekt Martin Holzner eine Planung vor, die den Kindergartenstandort für die nächsten Jahre sichern und für die Zukunft rüsten soll. Einig waren sich die Räte, dass eine gute und flexible Betreuung sowie gut ausgestattete Kindergärten für Eltern und auch für die Gemeinde wichtig seien. Der Gemeinderat stimmte der Planung zur Erweiterung und zum Umbau des Kindergartens Untersiggingen im Grundsatz zu.

Eingangs der Diskussionsrunde im Rat betonte Bürgermeister Fabian Meschenmoser, dass die Planung die engültige Lösung für das Kinderhaus in Untersiggingen sei. Gebe es künftig weiteren Bedarf an Betreuungsplätzen in Deggenhausertal, müsse eine Lösung in Deggenhausen oder an einem neuen, zusätzlichen Standort diskutiert werden.

Beim Mittagessen im Kinderhaus in Untersiggingen geht es lustig zu, wie das Archivbild mit Leiterin Renate Pawlowski zeigt. Allerdings müssen die Kinder beim Essen immer enger zusammenrücken, weil immer mehr Kinder das Angebot annehmen. Der geplante Neu- und Umbau soll Entlastung schaffen.
Beim Mittagessen im Kinderhaus in Untersiggingen geht es lustig zu, wie das Archivbild mit Leiterin Renate Pawlowski zeigt. Allerdings müssen die Kinder beim Essen immer enger zusammenrücken, weil immer mehr Kinder das Angebot annehmen. Der geplante Neu- und Umbau soll Entlastung schaffen. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Gemeinderat Markus Rief (FWV) fragte nach: "Wie lange wird der Kindergartenbetrieb während des Baus beeinträchtigt?" Martin Holzner erklärte, dass der Anbau abgekapselt erfolge und der Umbau in die Ferienzeit verlegt werde. Notfalls stehe das Dorfgemeinschaftshaus in Untersiggingen als Ausweichquartier zur Verfügung. Elli von Ow-Haag (CDU) freute sich: "So bauen wir wirklich für die Zukunft. Es ist gelungen, das auszuführen, was wir im Gemeinderat vorgeschlagen haben." Ernst Mecking (CDU) fragte nach dem zeitlichen Ablauf. Martin Holzner erklärte: "Wir wollen dieses Jahr noch das konkrete Baugesuch einreichen, sodass über die Ausschreibung und Auftragsvergabe bis April oder Mai entschieden werden kann."

Der Anbau würde dann beginnen und der Umbau im Wesentlichen in den Sommerferien erfolgen, sodass der Neubau im Oktober in Betrieb gehen könnte. Jochen Jehle (SPD) wollte vom Architekten wissen: "Was antworten Sie, wenn bei dem Projekt 100 000 Euro eingespart werden sollen?" Holzner erwiderte: "Wir haben realistisch gerechnet und wir sind kostengünstig. Bei gleicher Qualität ist eine Einsparung in diesem Rahmen nicht möglich."

Einige Räte aus der Fraktion der Freien Wähler mahnten an, dass die Kapazität der Kindergärten in Deggenhausertal mittelfristig nicht ausreichen könnte. Herbert Kopp (FWV) nannte Zahlen: "In den nächsten drei bis vier Jahren entstehen bei uns im Tal rund 70 neue Wohnungen und 20 bis 25 neue Häuser und dazu kämen noch die Flüchtlingskinder." Bürgermeister Fabian Meschenmoser betonte, dass das Thema in der Klausursitzung von Rat und Gemeinde besprochen werde.

Eva Stradt vom Architekturbüro Holzner hatte den Räten die Details erklärt und betont: "Die vorgestellte Lösung entspricht der Kindergartenrichtlinie." Die Gemeindeverwaltung wurde beauftragt, die Ausschreibungsunterlagen vorzubereiten und Zuschüsse zu beantragen. Man erhofft sich Mittel aus dem Ausgleichstock sowie aus Förderprogrammen von Land oder Bund.

Die Pläne

Die Planung sieht vor, den bisherigen Gruppenraum Richtung Fuchsbau zur Mensa mit angeschlossener Küche umzubauen. Des Weiteren sollen ein Ruhe- sowie ein Gruppen- und Nebenraum neu entstehen. Ein zentraler Ausgang in den Gartenbereich ist ebenfalls angedacht. Im Bestandsgebäude sollen die Gruppen- und Nebenräume den heutigen Größenanforderungen angepasst werden. Zusätzlich sollen eine weitere Kindertoilette sowie ein Personal-WC eingebaut werden. Im Außenbereich sollen drei Parkplätze entfallen und die Fassade wird mit einer Holzverschalung dem angrenzenden Krippenbereich angepasst. In der Augustsitzung des Rats war von Kosten bis zu 750 000 Euro die Rede. Da neben verschiedenen neuen Elementen auch in den Bestand eingegriffen werden soll, sei nun mit Kosten von rund 950 000 Euro zu rechnen.

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