Deggenhausertal Neues Theaterstück: Verhexte Welt in Limpach

Die Theatergruppe Homberg-Limpach probt derzeit fleißig ihr neues Stück "Verhexte Hex", das nach Weihnachten mehrmals aufgeführt wird. Erstmals führt Caroline Karrer Regie.

Wenn die Theatergruppe Homberg-Limpach einlädt, sind vergnügliche Stunden garantiert. Bei den Aufführungen ist eines sicher: dass die Gäste sich vor Lachen nicht mehr halten können. Einmal mehr bietet die Theatergruppe über den Jahreswechsel sechs Vorstellungen im Gasthaus Mohren in Limpach und eine im Dorfgemeinschaftshaus in Beuren an. Dieses Mal hat man sich die Komödie "Verhexte Hex" von Ralph Wallner ausgesucht, der 1968 in München geboren ist und als Vollblutkünstler heute hauptberuflich als Sänger, Schauspieler, Tänzer und Autor aktiv ist.

In dem Stück geht es um Mystik, Hexerei und viel Humor. Darum geht's: Die Hexe Buckl-Walli wohnt abseits eines Dorfs und die Bewohner holen sich gerne einen Rat, wenn sie Beschwerden haben. Mit einem Heiratszauber hilft Walli beim Liebespärchen Lorenz und Burgl nach. Die Liebe der beiden scheint aufgrund ihrer Familienherkunft hoffnungslos. Der profitorientierte Bürgermeister und der ortsansässige Pfarrer kochen ihre eigenes Süppchen und wollen das Örtchen zu einem Wallfahrtsort machen – da stört eine Hexe nur und eine Hexenjagd beginnt. Magische Zaubertränke, wundersame Heilungserscheinungen, ja sogar fliegende Besen werden in den drei Akten geboten.

Da werden die Ohren lang gezogen: Burgel (Bianca Friessnig, links) wirkt etwas verstört, als Hexe Buckl-Walli (Yvonne Denzler) Lorenz (Frank Wieland, links) und Pfarrer Johnannes (Michael Knörle) beim Proben in die Mangel nimmt.
Da werden die Ohren lang gezogen: Burgel (Bianca Friessnig, links) wirkt etwas verstört, als Hexe Buckl-Walli (Yvonne Denzler) Lorenz (Frank Wieland, links) und Pfarrer Johnannes (Michael Knörle) beim Proben in die Mangel nimmt. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Eine große Veränderung ist zweifellos, dass Konrad Kretzdorn, der jahrzehntelang Regie geführt hat, das neue Stück nicht inszeniert hat. Vielmehr konnte die Theatergruppe mit der 30-jährigen Caroline Karrer aus Limpach eine neue Spielleiterin gewinnen. "Der Konrad ist auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich die Regiearbeit übernehmen will", erklärt Karrer. Nachdem ihr "erstes Bauchgefühl positiv" gewesen sei, habe sie nach reiflicher Bedenkzeit zugesagt. "Ich bin sehr froh, dass der Konrad mir zur Seite steht und ich mir stets seinen Rat holen kann." Gemeinsam mit Manfred Ströhle und Konrad Kretzdorn hatte Karrer das diesjährige Stück ausgesucht. Die Darsteller seien von dem Stoff begeistert, zumal die Theatergruppe vor einigen Jahren schon einmal ein Stück von Ralph Wallner erfolgreich inszeniert hatte.

Bei den Proben und Gesprächen mit Caroline Karrer und den Darstellen merkt man ganz schnell, dass hier die Chemie stimmt und genau die richtige Frau für die anspruchsvolle Regie-Aufgabe gefunden wurde. Caroline Karrer hat die einzelnen Szenen im Kopf und auch eine ganz genaue Vorstellung, wie der Stoff umgesetzt werden muss, um das Publikum zu begeistern. Sie kennt das ganze Stück mit den Laufwegen auf der Bühne, der Gestik und Mimik der Darsteller auswendig. Des Öfteren spielt sie den Akteuren die verschiedenen Schlüsselszenen selbst vor. Sie lebt die einzelnen Szenen mit, gibt Hilfestellung, wenn es mal mit der Gestik oder den Dialogen nicht richtig klappt. Caroline Karrers Art ist mitreißend und beflügelt die Limpacher Theaterspieler, an ihren Rollen zu feilen. Am Ende werden die Pointen sitzen. Die Theaterbesucher können sich auf einen tollen Abend freuen.

 

Das Theaterstück

  • Die Personen und ihre Rollen: Yvonne Denzler (Hexe Buckl-Walli) Bianca Friessnig (Burgl Ziehtochter des Bauern Kilian), Franz Benz (Bauer Kilian), Berthold Metzger (Bichlbauer und Bürgermeister), Birgit Gartmann (Bichlbäuerin), Frank Wieland (Lorenz, Sohn des Bichlbauers), Michael Knörle (Pfarrer Johannes), Ulrike Rackl (Kauerin) und Marga Rothmund (Moserin) sowie Michael Benz und Svenja Haag (Souffleusen). Die Regie führt Caroline Karrer.
  • Termine: Aufführungen im Saal des Gasthauses Mohren in Limpach am 28. Dezember, 14 Uhr (Kinder- und Seniorenvorstellung) und 19 Uhr. Am 30. Dezember sowie am 3., 4. und 5. Januar jeweils um 19 Uhr. Wie üblich gibt es eine Sondervorführung am 6. Januar um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Beuren. Die Kartennachfrage ist erfahrungsgemäß hoch. Karten gibt es im Vorverkauf beim Werbezentrum Wauer, Im Gewerbegebiet 21, in Untersiggingen, Telefon 07555/91000.

 

 

Ausgewählte Akteure

 


Caroline Karrer:

<strong>Caroline Karrer</strong>
Caroline Karrer | Bild: Wolf-Dieter Guip

Die 30-jährige Regisseurin wohnt in Limpach, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Vor ihrer Babypause hatte sie nach dem BWL-Studium als Key-Account-Manager im Datenschutz bei HSM gearbeitet. Schon in den vergangenen drei Jahren hatte sie mit Konrad Kretzdorn und Manfred Ströhle zur Auswahl der jeweiligen Stücke beigetragen. Außerdem hat sie in den vergangenen zwei Jahren die Texte für das Kindertheater geschrieben, dass jeweils die Vorführungen eröffnet. Zu ihren Hobbys gehören Lesen, Nähen und Mountainbike fahren.


Bianca Friessnig:

<strong>Bianca Friessnig</strong>
Bianca Friessnig | Bild: Wolf-Dieter Guip

Sie wohnt in Ravensburg und hat im Sommer dieses Jahres erstmals bei Theatervorführungen in Zußdorf als Darstellerin mitgespielt. Das hat ihr einen riesengroßen Spaß gemacht und sie hat dadurch ihre Leidenschaft für das Laientheater entdeckt. So rannte Regisseurin Caroline Karrer bei Friessnig offene Türen ein, als sie diese fragte, ob sie in Limpach mitspielen wolle. Nach dem Informatikstudium arbeitet Biance Friessnig jetzt in der Projektleitung bei einem IT-Dienstleister in Ravensburg. Zu ihren Hobbys zählen Nähen, Singen und sich kreativ zu betätigen.
 

Franz Benz:

<strong>Franz Benz</strong>
Franz Benz | Bild: Wolf-Dieter Guip

Der 61-Jährige aus Wittenhofen spielt jetzt bereits zum 37. Mal bei einem Stück der Theatergruppe Homberg-Limpach mit. Er war seinerzeit im Fußballverein und der damalige Vorsitzende Josef Mutter hatte damals das Theater geleitet und Benz zum Theater geholt. Zu Anfang habe er mitgemacht, weil es eine Einnahmequelle für den Verein war und heute spielt er immer noch mit, weil es ihm Spaß macht, es eine gute Ablenkung vom Alltag ist und ein wenig auswendig lernen sei ja auch nicht schlecht für den Kopf. Er ist freigestellter Betriebsrat bei MTU und Fußball ist immer noch sein Hobby.


Yvonne Denzler:

<strong>Yvonne Denzler</strong>
Yvonne Denzler | Bild: Wolf-Dieter Guip

Sie wohnt in Hasenweiler, ist verheiratet und hat drei Kinder. Bei einem Dorffest vor einigen Jahren hatte sie Konrad Kretzdorn getroffen und zugesagt, dass sie eines Tages in Limpach mitspielt. Und prompt kam bei der Planung des nächsten Stücks der Anruf von Kretzdorn. Jetzt spielt sie schon das sechste Mal mit. Sie hatte schon früher, auch in der Schule, Theater gespielt und findet die Truppe in Limpach großartig. Die Kameradschaft sei großartig, weshalb sie gerne ein Teil dieser Gemeinschaft ist. Beruflich ist sie Gemeinwesenarbeiterin im Tal und in Kluftern. Und zu ihren Hobbys zählen Kochen, Backen, Laufen und Handarbeiten.

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