Deggenhausertal Musikverein Roggenbeuren blickt auf tolles Jubiläumsjahr zurück

Markus Rief löst Fritz Stotz als geschäftsführenden Vereinsvorsitzenden nach 16 Jahren im Amt ab

Es war ein Jahr zum Jubeln – in vielerlei Hinsicht: Der Musikverein Roggenbeuren feierte 2013 sein 100-Jähriges, er kam insgesamt mit einem kleinen Plus davon und er regeneriert demnächst Nachwuchs aus den Reihen der Bläserklasse. Auch um die weitere Zukunft muss ihm nicht bang sein: Der bewährte Vorstand wurde bei der Jahresversammlung im „Landhotel Krone“ in Roggenbeuren für die nächsten vier Jahre bestätigt; Vorsitzender Anton Rist hatte seine geplante Amtsaufgabe nochmals verschoben, „nachdem es im Verein so hervorragend klappt und alles bestens geordnet ist“. Markus Rief wurde Nachfolger des stellvertretenden Vorsitzenden Fritz Stotz.

Schriftführerin Christina Beck berichtete von rund 30 Terminen, dem Jubiläum und weiteren Anlässen mit großer und kleiner Besetzung, zu denen das Blutreitertreffen und der Oktoberfestumzug in München zählten. Ein Highlight 2014 war das Doppelkonzert mit dem MV Wilhelmskirch. Dieses Jahr ist ein Ausflug nach Öflingen geplant und die Homepage soll überarbeitet werden.

Kassierer Michael Baumgartner war beim Jubiläum besonders gefordert. Werbung, Zelt, T-Shirts und mehr verschlangen viel Geld, waren seiner Meinung nach aber gut angelegt. Er skizzierte die vier Festtage aus Kassierersicht. Dank großzügiger Spenden konnte ein Minus verhindert werden, dankte er allen Gönnern. Dazu bemerkte Vorsitzender Rist, dass viele Vereine nach Jubiläen ein Minus aufwiesen. Die Entgelte für Speisen und Getränke habe der Verein angemessen günstig gehalten; man wollte die Gäste nicht durch zu hohe Preise ärgern.

Rund lief es für den neuen Dirigenten Herbert Mayer im zweiten Jahr. „Im ersten hab ich mich etwas schwer getan“, gestand er und war voll des Lobes über die Teilnahme am Oktoberfest: „Nach sieben Kilometern und 30 Märschen war der letzte so gut gespielt wie der erste.“ Zufrieden war er mit drei der vier großen Konzerte und insgesamt mit dem Probenbesuch, der wegen des Spagats zwischen Beruf, Schule und Privatem immer schwieriger werde. Einige seien immer da, dankte er ihnen und seinem Stellvertreter Roland Maier sowie den Helfern wie dem verlässlichen Notenwart und Ehrendirigenten Bruno Baumgartner. „Ich genieße die schöne Kameradschaft in Roggenbeuren. Es ist ein toller Haufen und es macht Spaß, hier zu sein. Bleibt so, wie ihr seid.“

Sehr aktiv sind auch die Jugendleiter Marina Felix und Manuel Kläsle. 28 Jugendlichen sind in Ausbildung, davon sind 19 Mädchen und acht Jungen, berichtete Marina Felix. Geplant ist, die „Absolventen“ der zweijährigen Bläserklasse in den Verein aufzunehmen. Alle, die noch nicht dort mitspielen können, sollen in einem kleinen Vororchester unterkommen. Im Herbst starte eine neue Bläsergruppe. Das D1-Leistungsabzeichen hatte Laura Kopp bestanden, den D2-Lehrgang Laura Hafen; beide spielen Querflöte.

Nach 16 Jahren gibt Fritz Stotz sein Amt als geschäftsführender Vorsitzender auf. „Wir sind gut davongekommen, es hat alles viel gekostet“, bezog auch er sich aufs Jubiläum. Er dankte allen, die ihn unterstützt hatten, die Herausforderungen zu bewältigen. „Meine erste Amtshandlung war, beim Konzert Biermärkle zu verteilen“, erinnerte er in seiner launigen Ansprache an seine Anfänge und resümierte: „Manchmal war es nicht ganz einfach. Aber es hat immer Spaß gemacht.“ Wichtig sei, dass die Kameradschaft stimme: „Ohne die läuft gar nichts. Die Mitglieder dankten ihm mit langanhaltendem, kräftigem Applaus.

„Das Jubiläum war ein ganz tolles Fest, da hat die ganze Gemeinde zusammengefunden“, würdigte Bürgermeister Knut Simon, der „mächtig stolz“ ist auf den agilen guten Musikverein, der ein toller Botschafter der Gemeinde sei. Die Bläserklasse sei ein wichtiger Schritt, Nachwuchs zu gewinnen, „bevor sie einen Fußball in der Hand halten.“ Auf Antrag von Kassierer Michael Baumgartner stimmten die Mitglieder einer Neuregelung zu, die es dem Vorstand ermöglicht, bei Bedarf einen Kredit aufzunehmen, um liquide zu bleiben. Mit Bildern vom Hundertjährigen wurde die Versammlung beendet.


Musikverein Roggenbeuren

Vorsitzender des Musikvereins Roggenbeuren ist Anton Rist, sein neuer Stellvertreter Markus Rief
Vorsitzender des Musikvereins Roggenbeuren ist Anton Rist, sein neuer Stellvertreter Markus Rief, Dirigent Herbert Mayer, stellvertretender Dirigent Roland Maier, Kassierer Michael Baumgartner, Schriftführerin Christina Beck, Jugendleiter Marina Felix und Manuel Kläsle. Aktive Beisitzer sind Manuel Baur, Martin Schmeh, Joachim Rist, Hermann Steiner und Viola Baumann. Passive Beisitzer sind Gregor Keller, Bernd Keller, Alfred Hörth, Dieter von Ow und Fritz Schlude. Internetbeauftragter ist Alexander Hug.

Vorsitzender des Fördervereins ist Thomas Schmeh, sein Stellvertreter Stefan Berger, Kassiererin Marina Felix und Schriftführerin Anke Berger. Als Kassenprüfer agieren Berthold Seubert und Rut Mecking-Eisele. Der MV hat 93 aktive Mitglieder, davon sind 22 unter 18 Jahren, 54 männlich und 39 weiblich. Der Altersdurchschnitt liegt bei 32 Jahren. Es gibt elf Ehrenmitglieder und 280 Förderer. (keu)

Musikverein ehrt verdiente Mitglieder

MV Roggenbeuren ehrte verdiente Musiker
Bei der Hauptversammlung wird Erwin Reuther zum neuen Ehrenmitglied ernannt.

Erwin Reuther spielte 49 Jahre das Waldhorn im Musikverein Roggenbeuren. Jetzt hat er sich in den musikalischen Ruhestand verabschiedet und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Unzählige Stunden Freude habe er allen Blasmusikfreunden geschenkt und mit seiner Frau Margret bei den Festen viel mitgearbeitet, dankte Vorsitzender Anton Rist.

Fritz Stotz hörte nach 16 Jahren als stellvertretender Vorsitzender auf: Seit 1996 ist Stotz aktiver Musiker, 1986 bestimmte ihn die Kapelle zum Vizedirigenten, 1998 wurde er stellvertretender Vorsitzender. Seine Aufgaben habe er mit großem Engagement ausgeführt, das Jubiläum krönte das Ganze. „Immer wenn ich ihn öffentlich lobte, wollte er seine Musikkameraden einbezogen wissen“, charakterisierte Anton Rist Fritz Stotz. Dieser habe sich musikalisch und organisatorisch eingebracht sowie Platz und Gerätschaften zur Verfügung gestellt. Er habe ein geselliges, für die Kameradschaft sehr wichtiges Klima geschaffen. Er sei stets auf Ausgleich bedacht und habe einen guten Draht zu den Nachwuchsmusikern.

Fritz Höß und Berthold Seubert sind dem Verein 24 Jahre als Vertreter der fördernden Mitglieder mit wertvollen Beiträgen, Ideen und Hilfe bei den Arbeitseinsätzen für das Sommerfest beigestanden.

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