Deggenhausertal Kreisverkehr für Wittenhofen bleibt Thema

Der Gemeinderat fordert eine Lösung, um bei hohem Verkehrsaufkommen in Wittenhofen Staus zu vermeiden. Bereits 2011 hatte man nach einer Lösung gesucht, damals jedoch einen Kreisverkehr verworfen. Jetzt stehen die Gemeinderäte einem Mini-Kreisverkehr positiv gegenüber.

Einmal mehr ist der Schnittpunkt der Landesstraßen 207 und 204 in Wittenhofen beim Landgasthof Adler Thema im Gemeinderat gewesen. Ohne Beschlussvorschlag wurde offen über mögliche Lösungsansätze zur Entspannung dieses neuralgischen Punkts gesprochen. Grundlage der Diskussion war eine aktuelle Verkehrszählung auf der Badener Straße (L 207) und der Roggenbeurer Straße (L 204) in Wittenhofen.

Demach befahren innerhalb von 24 Stunden gut 5000 Fahrzeuge die L 204 in Richtung Hefigkofen und etwas 3400 Fahrzeuge in Richtung Salem. Knapp 2000 Fahrzeuge befahren in dieser Zeit die L 207 in Richtung Echbeck. Das Verkehrsaufkommen auf der L 204 ist also höher als auf der L 207. Damit könnten eine Änderung der Vorfahrtsregelung oder ein Mini-Kreisverkehr in Betracht gezogen werden. Beide Möglichkeiten waren bereits 2011 mit dem Straßenbauamt besprochen worden. Da seinerzeit die Nachteile einer Änderung die Vorteile überwogen, hatte der Gemeinderat eine Änderung verworfen.

Gegen einen Kreisverkehr war argumentiert worden, dass dieser sehr lärmintensiv sei, wenn er von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Lastwagen überfahren werde. Außerdem wäre ein Flächenankauf erforderlich und die Grünfläche müsste umgestaltet werden. Bei einer Änderung der Vorfahrtsregelung könnten Autofahrer den Zebrastreifen übersehen, wenn es einen Rückstau aus Richtung Echbeck gebe. Dadurch könnten Fußgänger, auch Schulkinder gefährdet werden. Durch Linksabbieger aus Richtung Salem nach Echbeck könnten sich bei Gegenverkehr Rückstaus bilden, die den Busverkehr am Busbahnhof behindern.

Gemeinderat Mathäus Sturm (FWV) meinte: "Auch durch einen nur kleinen Kreisverkehr würde der Verkehr flüssiger laufen und es gibt auch nicht mehr Lärm." Man solle dies noch einmal prüfen; auch wie groß ein Kreisverkehr wirklich sein müsse. Markus Rief (FWV) bemerkte, dass es in der Umgebung kleine Kreisverkehre gebe, die gut funktionierten. Auch Wolfgang Rößler (FWV) meinte: "Es war schon immer unser Bestreben, an dieser Stelle einen Kreisverkehr zu bekommen, denn damit könnte man die Verkehrssituation entspannen." Jochen Jehle (SPD) ergänzte: "Ich muss Wolfgang Rößler zustimmen, und in Kombination mit Tempo 30 an dieser Stelle läuft es dann noch besser." Ernst Mecking (CDU) schlug vor, einen Versuch zu starten und einen Kreisverkehr mit weißen Linien aufzumalen. Die Verwaltung wird nun erneut auf das Straßenbauamt zugehen.

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