Deggenhausertal Eine Hexe geht in Limpach um

Theatergruppe Homberg-Lipbach überzeugt im "Mohren" mit der Komödie in drei Akten "Verhexte Hex" von Ralph Wallner.

Deggenhausertal – Im Saal des "Mohren" in Limpach präsentiert die Theatergruppe Homberg-Limpach derzeit die Komödie in drei Akten "Verhexte Hex" von Ralph Wallner. Gleich zu Beginn und auch zu passenden Gelegenheiten während des Stücks hüllen dichte Nebelschwaden das Hexenhäuschen im Wald ein und vermitteln eine gruselig-schöne Atmosphäre.

Die für Technik und Bühne verantwortlichen Klaus Mutter, Konrad Kretzdorn, Manuel Winkhart und Oliver Schreibmüller haben eine sehr gute Arbeit abgeliefert. Das rustikale Bühnenbild und die liebevollen Dekorationen bis ins kleinste Detail lassen keine Wünsche offen und vermitteln den perfekten Rahmen für das lustige Schauspiel.

Die Darsteller überzeugen durch Textsicherheit, wenn auch Souffleur Michael Benz in seinem Kästchen vor der Bühne einen langen Hals bekommt und heftig – fürs Publikum nicht sichtbar – im Manuskript blättert. Alle Schauspieler schaffen es mit ihrem ausdrucksstarken Spiel, mit ihrer Gestik und Mimik sowie Sprachgewalt die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und die Inhalte teils drastisch rüberzubringen, sodass sich der Hexenzauber auf den ganzen Saal überträgt.

Die etwas derbe Sprache sorgt immer wieder für Lacher bei den Zuschauern, wenn beispielsweise der Sohn des Bürgermeisters Lorenz (Frank Wieland) dem Pfarrer Johannes (Michael Knörle) entgegnet, er sei zwar gläubig, hätte jedoch keine Angst vor dem irdischen Bodenpersonal der Kirche.

Im Stück geht es darum, dass die Hexe Buckl-Walli (Yvonne Denzler) abseits vom Dorfgeschehen im Hexenhäusle lebt und sich so mancher Dorfbewohner einen Rat zur Linderung seiner Beschwerden sucht. Und selbst einen Zauber bietet sie, damit das Liebespärchen Lorenz und Burgl (Bianca Friessnig), deren Verbindung wegen der unterschiedlichen Herkunft hoffnungslos scheint zueinander finden soll. Dem Bürgermeister Bichlbauer (Berthold Metzger) und Pfarrer Johannes gefällt das gar nicht. Sie wollen das Örtchen zu einem Wallfahrtsort machen, um Touristen anzuziehen.

Sie wollen die Hexe und ihr Hexenhäuschen los werden und damit beginnt eine Hexenjagd auf die Buckl-Walli, die sich durchaus zu wehren weiß. Womit eine ebenso lustige wie rasante Hexenjagd beginnt, die die Zuschauer in ihren Bann zieht und für viele Lacher und beste Unterhaltung sorgt. Im Zuschauersaal auch Otmar Unterrigger aus Südtirol: "Alle Schauspieler spielen sehr gut und die Hexe Bukl-Walli finde ich besonders eindrucksvoll."

Er ist durch seinen Schwiegervater nach Limpach gekommen, der aus dem Deggenhausertal stammt, und seine Schwiegermutter, Ulrike Rackl, spielt selbst in der Theatergruppe mit. Auch Sylvia Wieland aus Zußdorf hat eine persönliche Beziehung zur Theatergruppe: "Mein Mann spielt den Lorenz im Stück und ich finde, er macht das sehr gut."

Martin Thum aus Wahlweiler geht seit ein paar Jahren wieder zum Theater in Limpach und ihm gefällt das Stück in diesem Jahr ganz besonders, weil es "sehr abwechslungsreich ist und eine unterhaltsame Handlung hat".

Und wie sieht es bei den Darstellern aus? Caroline Karrer, die ihr Debut als Regisseurin in Limpach gibt: "Es herrscht eine hexisch gute Stimmung unter den Schauspielern und ich bin vollauf zufrieden mit der Vorstellung. Die machen das alle super. Das ist nach der Generalprobe noch mal eine Steigerung, vor Publikum zu spielen."

"Wir sind mit der ganzen Familie hier, weil das Theater in Limpach einfach immmer lustig ist", Uwe Gehlert aus Wilhelmsdorf. Bild: Wolf-Dieter Guip
"Wir sind mit der ganzen Familie hier, weil das Theater in Limpach einfach immmer lustig ist", Uwe Gehlert aus Wilhelmsdorf. Bild: Wolf-Dieter Guip
"Limpach ist eine Nachbargemeinde von uns und wir fühlen und hier wie daheim und das Theater ist immer gut", Gebhard Frick aus Horgenzell-Pförrenbach. Bild: Wolf-Dieter Guip
"Limpach ist eine Nachbargemeinde von uns und wir fühlen und hier wie daheim und das Theater ist immer gut", Gebhard Frick aus Horgenzell-Pförrenbach. Bild: Wolf-Dieter Guip
"Ich habe früher selbst Theater gespielt und bin ein Fan des Laientheaters, deshalb komme ich jedes Jahr hierher", Hanspeter Rist aus Wiggenweiler. Bild: Wolf-Dieter Guip
"Ich habe früher selbst Theater gespielt und bin ein Fan des Laientheaters, deshalb komme ich jedes Jahr hierher", Hanspeter Rist aus Wiggenweiler. Bild: Wolf-Dieter Guip

 

Die Termine

Aufführungen im Saal des Gasthauses Mohren in Limpach gibt es noch am 3., 4. und 5. Januar jeweils um 19 Uhr. Wie üblich gibt es eine Sondervorführung am 6. Januar um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Beuren. Nachdem die Nachfrage nach Eintrittskarten groß ist, sollten sich Interessenten sputen. Für die Vorstellungen in Limpach im neuen Jahr gibt es noch einige Karten, die direkt an der Abendkasse im "Mohren" verkauft werden. Interessenten sollten frühzeitig da sein, damit sie nicht enttäuscht werden. (wdg)

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