Daisendorf Tanja Faaber stellt sich den Fragen der Bürger

Tanja Faaber bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters von Daisendorf. Sie hatte Interessierte in den Dorfkrug eingeladen, um sich deren Fragen zu stellen.

Daisendorf – Der Bürgermeisterwahlkampf nimmt Fahrt auf. Tanja Faaber lud die Daisendorfer zum Kennenlern-Hock in den Dorfkrug ein. 30 Interessierte wollten die Bürgermeisterkandidatin aus nächster Nähe erleben. Gekommen war auch ihre Konkurrentin Jacqueline Alberti. Die Veranstaltung fand nicht wie erwartet im Nebensaal statt, sondern in der Gaststube. Faaber war etwas überrascht von dem Zuspruch. Der bestellte lange Tisch war schnell belegt, sodass an weiteren Tischen Platz genommen wurde. Der offene Raum hatte dann den Nachteil, dass es durch Abendgästen im vorderen Bereich teilweise so laut wurde, dass nicht alle Interessierten mitbekamen, was gesprochen wurde.

"Ich wollte mich präsentieren und Informationen sammeln. Bitte sagen Sie mir Ihre Themen und die Vorstellungen, die Sie an eine Bürgermeisterin haben", forderte Faaber die Besucher auf. Sie sei schon im Dorf unterwegs und habe mit dem Bürgermeister, vielen Gemeinderäten, Vereinsvertretern und Bürgern gesprochen. Faaber nannte den Kindergartenausbau, die Probesituation des Musikvereins, die Sanierung der Freizeitanlage, den Ausbau des Breitbandnetzes und Straßensanierungen als Themen, die sie bereits aufgenommen habe.

Klaus Pimiskern, ehemaliger Gemeinderat, begann die Fragerunde. "Wie stellen Sie sich die Arbeit vor? Was ist Ihre Analyse, wie die Gemeinde funktioniert?" Die Kommunikation zwischen Bürgern, Verwaltung und Gemeinderat stimme nicht, sagte Faaber. "Die Menschen sind offen, wollen sich einbringen." Dem stimmte Jörn Lützeler zu und wollte genauer wissen: "Wie stellen Sie sich die bauliche Zukunft vor?" Er wies auf die vielen großen Baustellen hin, die den Silberberg zum Betonberg machten. "Ich möchte heute Abend Infomaterial sammeln. So tief stecke ich noch nicht drin", antwortete Faaber.

Tanja Rittler wollte wissen, wie Faaber zum Entschluss für eine Bewerbung um das Bürgermeisteramt gekommen sei: "Sie sind doch morgens nicht aufgewacht und wollten Bürgermeisterin werden?" Faaber wies auf ihr langjähriges soziales Engagement während der Schulzeit ihrer Söhne hin und ihre aktuelle Tätigkeit als Patientenmanagerin im Überlinger Helios-Krankenhaus. In beiden Funktionen sei Sozialkompetenz gefragt. "Ich möchte mich entwickeln und als Bürgermeisterin weiterhin für die Menschen arbeiten", erklärte Faaber.

Ulrich Bernhard, ehemaliger Gemeinderat, wollte wissen, wie die Gemeinde sich den Luxus der Selbstständigkeit noch leisten könne. "Die Aufgaben der Gemeinde werden mehr, die Personalkosten sind explodiert", analysierte er. Auch hier kam der Hinweis von Faaber, dass sie noch am Sammeln sei und sich in dieses Thema tiefer einarbeiten wolle.

Mitunter entwickelten sich kleine Diskussionen unter den Anwesenden. Der Vorstoß von Faaber, den Blumenschmuck-Wettbewerb wieder aufleben zu lassen, zündete bei den Anwesenden nicht. Auch für mehr Feierabend-Hocks wären keine Termine frei. Faabers Vorschlag, eine gemeinschaftliche Putzete durchzuführen, damit das Dorf vom Unrat befreit werde, und den Aktionstag mit einer kleinen Feier abzuschließen, konnten die Anwesenden vorerst nichts abgewinnen.

Konkrete Vorstellungen hatte Faaber bei der Sanierung Freizeitanlage. Aber schnell wurde klar, dass in den Details noch Abstimmungsbedarf besteht.

Gegen Ende verlagerte sich die Diskussion hin zu der baulichen Entwicklung im Dorf. Da es für den Silberberg keinen Bebauungsplan gebe, bauten hier gewinnorientierte Baugesellschaften Gebäude, die nicht in den dörflichen Charakter passten, wurde kritisiert. Gegen diese im Dorf unerwünschte Entwicklung hatte in der Runde niemand ein Lösung.

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