Daisendorf Tanja Faaber bewirbt sich um das Bürgermeisteramt in Daisendorf

Die 45-jährige ist ausgebildete Hotelfachfrau und arbeitet seit 2012 im Überlinger Helios-Spital, seit 2013 leitet sie als Patientenmanagerin die dortige Privatklinik.

Als zweite Kandidatin habe sie am heutigen 1. August ihre offizielle Bewerbung für das Bürgermeisteramt in eingereicht, teilte Tanja Faaber per E-Mail mit. Bislang leite sie "als Patientenmanagerin in Überlingen einer der erfolgreichsten Helios-Privatkliniken in ganz Deutschland" und wolle diese Erfahrungen aus der Wirtschaft in das Gemeindeleben einbringen. Als bislang Nichtortsansässige sehe sie darin eine große Chance, unvoreingenommenen und mit wirtschaftlichem Blick das Bürgermeisteramt anzutreten. Derzeit sei sie fast täglich in der Gemeinde unterwegs, um sich sowohl mit Vertretern von Vereinen und der Gemeinde, als auch mit Bürgern über deren Vorstellungen und Wünsche an die künftige Gemeindepolitik zu unterhalten.

Neben dem zügigen Ausbau und der Erweiterung des Kindergartens könne sie sich bei der Freizeitanlage am Schützenhaus eine "gesamtheitliche Lösung" vorstellen, die auch den in den kommenden Jahren noch stärker stattfinden Generationenwechsel berücksichtige, schreibt Tanja Faaber weiter. Darüber hinaus stünden aus ihrer Sicht aber auch zukunftsorientierte Projekte wie Breitbandanschluss, Energie und Tourismus auf ihrer Agenda.

Mit Gemeindeverwaltungen und der Arbeit von Gemeinderäten hatte sie vor ihrem Entschlus zur Bewerbung noch keinen Kontakt, erläutert sie auf Nachfrage. Indes sieht sie auch darin eine Chance, "unvoreingenommen" an das Amt heranzugehen. "Ich kenne mich nicht mit Paragraphen aus, aber ich bin lernfähig", sagt sie und "das ist ja nichts, was man nicht lernen kann." Im Falle einer Wahl wolle sie sich schnell in entsprechenden Seminaren fortbilden.

Ihre größten Stärken sieht Tanja Faaber vor allem im persönlichen Miteinander, sowie der Fähigkeit, unterschiedlichste Positionen zu einer für alle Seiten tragfähigen und erfolgreichen Einigung zusammen zu führen, erläutert sie in ihrer Pressemitteilung weiter. Ein großes Anliegen sei ihr deshalb eine enge Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Vereinen und der Gemeinde. Daher lade sie alle Daisendorfer ein, sich aktiv am Gemeindeleben zu beteiligen. „Meine Tür steht jederzeit offen!“, schreibt sie.

Bei einem ersten „Kennenlern-Hock“ am Dienstag, 8. August, 19 Uhr, im Restaurant "Dorfkrug" wolle sie allen Interessierten Gelegenheit zum persönlichen Gespräch geben.

Tanja Faaber ist die zweite Bewerberin nach Jacqueline Albeti (39), die Juristin hatte ihre Bewerbung am 23. Juni abgegeben. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 28. August, 18 Uhr. Die öffentliche Bewerbervorstellung der Gemeinde ist auf Mittwoch, 13. September, terminiert. Die Wahl findet parallel zur Bundestagswahl am Sonntag, 24. September, statt. Sollte im ersten Wahlgang keiner der Bewerber mehr als die Hälfte der Stimmen erhalten, ist am 15. Oktober der zweite Wahlgang angesetzt. Dafür läuft die Bewerbungsfrist von 25. bis 27. September. Die Verpflichtung des neugewählten Bürgermeisters ist vorerst auf Dienstag, 14. November, festgelegt.

Zur Person

Die 1972 in Remscheid geborene Tanja Faaber ist seit inzwischen über 36 Jahren fest in der Bodenseeregion verwurzelt, schreibt sie über sich selbst. Zusammen mit Ihrem Mann und den beiden erwachsenen Kindern lebt sie derzeit in Markdorf. Sie ist ausgebildete Hotelfachfrau und seit 2012 in der Verwaltung des Helios-Spitals in Überlingen tätig. Seit 2013 leitet sie als Patientenmanagerin die dortige Privatklinik.

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