Daisendorf Bürgermeisterin Jacqueline Alberti legt Amtseid ab

Jacqueline Alberti bedankte sich bei der Amtsverpflichtung bei ihrer Familie und vielen Unterstützern. Auch zahlreiche Bürgermeister aus dem Bodenseekreis waren nach Daisendorf gekommen.

Gegen Ende kamen die Gefühle hoch. Bei ihrer Amtsverpflichtung wurde Bürgermeisterin Jacqueline Alberti in ihrer Ansprache sehr persönlich. Als sie sich bei ihrer Familie für die Unterstützung im Wahlkampf bedankte, brachte sie die Situationen in Erinnerung, in denen ihr Mann und ihre Kinder zurückstecken mussten. Schon bei ihrem Ehemann Michael Schrettinger stockte sie. "Ich danke dir für die Unterstützung und den Mut, den du mir gemacht hast", sagte Alberti. Als sie über die Situation ihrer Kinder während ihres Wahlkampfs erzählte, musste sie kurz innehalten. "Wie ich abends von der Arbeit kam, hattet ihr schon Haushalt und Hausaufgaben erledigt. Ich bin ganz stolz auf euch", sagte sie im überfüllten Bürgersaal in Richtung ihrer beiden Jungs. Kräftiger Applaus für die neue Bürgermeisterin und ihre Kinder. Auch an ihre Eltern, insbesondere ihre Mutter, richtete sie Worte des Danks. "Du warst kritisch. Aber nachdem du überzeugt warst, wurdest du zu meiner wichtigsten Beraterin."

Birgit Schley legt der neuen Bürgermeisterin Jacqueline Alberti die Amtskette an.
Birgit Schley legt der neuen Bürgermeisterin Jacqueline Alberti die Amtskette an. | Bild: Mardiros Tavit

Zu Beginn ihrer Rede erzählte sie die Anekdote, wie sie bei dem Seminar "Ich will Bürgermeister werden, aber wie?" auf Jan Zeitler, den damals frisch gewählten Oberbürgermeister von Überlingen, als Dozent traf. Sie hätten sich unterhalten. "Als ich sagte, dass ich Bürgermeisterin von Daisendorf werden will, hat er etwas komisch geschaut. Er dachte an Deisendorf". So lernte die gebürtige Dresdnerin Alemannisch und begann ihre Rede von vorne mit "liebe Doasedorferinne und Doasedorfer, schee dass ihr komme seid", womit sie humorvoll die Versammlung auf ihrer Seite hatte. Alberti sprach über das Besondere an der Gemeinde, der sie nun vorsteht, und schloss dieses Kapitel ihrer Rede mit "wir sind froh Doasendorfer zu sein und koane Meersburger". Da musste sogar Meersburgs Bürgermeister Robert Scherer lachen.

In ihrem Dank nahm Siegfried Willibald einen besonderen Raum ein. Als stellvertretender Bürgermeister musste er den vormaligen Amtsinhaber Frank Lemke während dessen langer Krankheitsphase monatelang vertreten. Eine außergewöhnliche Doppelbelastung für den selbstständigen Instrumentenbauer. Alberti überreichte ihm einen Gutschein für ein Wochenende im schweizerischen Toggenburg. "Sie haben den Auftrag vom dortigen Klangweg einige Ideen für unsere Freizeitanlage mitzubringen", sagte Alberti über den nicht ganz ernst gemeinten Arbeitsauftrag an Willibald.

Jacqueline Alberti (rote Bluse) neben ihrer Stellvertreterin Birgit Schley und Landrat Lothar Wölfle. Ihr gratulieren die Bürgermeister (von links) Edgar Lamm, Arman Aigner, Tom Wagener als Vertreter der Vereine, Fabian Meschenmoser, Ralf Meßmer, Martin Rupp, Georg Riedmann, Oliver Gortat, Henrik Wengert, Daniel Heß, Frank Amann, Daniel Enzensperger und Robert Scherer.
Jacqueline Alberti (rote Bluse) neben ihrer Stellvertreterin Birgit Schley und Landrat Lothar Wölfle. Ihr gratulieren die Bürgermeister (von links) Edgar Lamm, Arman Aigner, Tom Wagener als Vertreter der Vereine, Fabian Meschenmoser, Ralf Meßmer, Martin Rupp, Georg Riedmann, Oliver Gortat, Henrik Wengert, Daniel Heß, Frank Amann, Daniel Enzensperger und Robert Scherer. | Bild: Mardiros Tavit

Die Daisendorfer Vereine hatten ganz eigene Willkommensgeschenke für ihr neues Gemeindeoberhaupt. So bekam die Bürgermeisterin einen kurzen Draht für die schnelle Verständigung. Einen Kompass, um auf dem richtigen Weg zu bleiben. Eine Wasserpistole zum Abkühlen der Gemüter. Eine Narrenkappe und eine Schippe, damit sie alles nicht ganz ernst nimmt. Und einen Zimmermannshammer, um auf den Tisch zu hauen, wenn es nötig ist.

Die Amtsverpflichtung

In einer schlichten Zeremonie, die formell eine Gemeinderatssitzung ist, wurde Jacqueline Alberti offiziell in ihr Amt als Bürgermeisterin von Daisendorf verpflichtet. Sie gewann am 24. September im ersten Wahlgang gegen Jörg Piller mit 52,3 zu 45,6 Prozent bei einer hohen Wahlbeteiligung von 78,5 Prozent.

Birgit Schley nahm als stellvertretende Bürgermeisterin den Amtseid ab und übergab Alberti die Amtskette. Landrat Lothar Wölfle, Bürgermeister Martin Rupp als Vertreter des Gemeindetags, Bürgermeister Robert Scherer als Vertreter des Gemeindeverwaltungsverbands, Thomas Ritsche als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr und Tom Wagener als Vertreter der Daisendorfer Vereine hielten kurze Ansprachen. Musikalisch wurde der Abend von der Musikkapelle Daisendorf/Stetten unter der Leitung von Michael Mensinger begleitet.

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