Bodenseekreis Menschenkette: Ein bisschen Frieden vom Bodensee für die Welt

Rund 400 Menschen beteiligten sich in Überlingen an einer Menschenkette für den Frieden. In Friedrichshafen kam keine sichtbare Kette zusammen.

Einen Versuch sollte der Frieden wohl immer wert sein. Das dachte sich der Liedermacher Jens Eloas Lachenmayr, als er für den gestrigen Abend zu einer Menschenkette rund um den Bodensee aufrief. Zu einer geschlossenen Kette hat zwar noch einiges gefehlt, doch einige Hot Spots gab es nicht nur in Überlingen und Konstanz.

Rund 400 Menschen – jung und alt – schafften es am Landungsplatz in Überlingen immerhin von der Schiffsanlegestelle der BSB bis zum Stadtgarten. „Wir finden das toll und kommen wieder“ freute sich der lokale Koordinator Nadeen Althoff aus Owingen. „Durch das gemeinsame Tun bewirken wir eine Kraft, die über den Einzelnen hinausgeht“, sagt er: „Wir müssen den Frieden nicht nur lieben, sondern einfach leben.“

Gekommen waren nicht nur Pfarrer und Pädagogen, Menschen aus Frankfurt und Kanada standen in der Reihe. Gemeinsam und im Wechsel rezitierten sie das Friedensgebet des Franziskus von Assisi. „Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich liebe, wo man hasst, dass ich verzeihe, wo man beleidigt, dass ich verbinde, wo Streit ist....“ Die Teilnehmer hoben ihre Hände zum Himmel, miteinander und im Wechsel wie bei einer Welle. Sie kauerten auf den Boden und schlossen die offenen Hände zum Gebet. Aus der Distanz beobachteten Polizeibeamte das Geschehen, andere genossen unbeeindruckt die Abendsonne und ihr Eis, viele gingen vorbei mit den Fanfarben der Deutschen Nationalmannschaft. Es waren noch zwei Stunden bis zum Anpfiff.

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