Bodenseekreis Lindaus Landrat will vierspurigen Ausbau der B 31

Der BUND Lindau will ein Überholverbot auf dem bayerischen Abschnitt der B 31. Lindaus Landrat Elmar Stegmann verweist auf die Statistik: Dort steht Überholen erst an dritter Stelle der Unfallursachen auf der B 31. Er hält vielmehr den vierspurigen Ausbau der B 31 für notwendig.

Auf dem baden-württembergischen Teil der B 31 besteht seit Kurzem auf dem Streckenabschnitt zwischen Kressbronn und der bayerischen Landesgrenze ein fast durchgängiges Überholverbot. Dieses Überholverbot fordern die Verantwortlichen des Bundes für Umwelt- und -Naturschutz (BUND) in Lindau jetzt auch auf bayerischer Seite und haben sich in einem Brief an Lindaus Landrat Elmar Stegmann (CSU) gewandt.

"Wir dürfen Sie unter Hinweis auf Baden-Württemberg nun fragen, ob nicht auch Bayern diesen Weg beschreiten will und zumindest ein Überholverbot auf der gesamten bayerischen Strecke der B 31 festzulegen", schreibt BUND-Vorsitzender Erich Jörg. "Das könnte doch gewiss rasch erfolgen und wäre zudem kostenminimal. Ausbaupläne dagegen haben einen jahrelangen Planungsverlauf zur Folge. So lange dürfte nicht gewartet, wenn man der Verkehrssicherheit den höchsten Stellenwert einräumen will", heißt es weiter in dem Schreiben.

Lindaus Landrat Elmar Stegmann, der sich schon seit Jahren immer wieder auf Landes- und Bundesebene für den Ausbau der Strecke einsetzt, verwies in seiner Antwort an den BUND auf die Statistik: Dort steht Überholen erst an dritter Stelle der Unfallursachen auf der B 31. Hauptursache für Unfälle auf bayerischer Seite der B 31 sei Missachten des Sicherheitsabstandes und Abkommen von der Fahrbahn.

Nach Aussagen von Landrat Stegmann müsse daher die Anordnung eines durchgängigen Überholverbots genau geprüft und abgewogen werden. Er betonte aber auch, dass der Verkehrssicherheit der höchste Stellenwert eingeräumt werde und alle Maßnahmen getroffen würden, um die Unfallzahlen verringern zu können.

Stegmann liegt aber in Sachen B 31 noch etwas am Herzen, wie er bereits im Januar in einem Gespräch mit den Verantwortlichen des staatlichen Bauamtes in Kempten betont hatte: Der Landrat hält den vierspurigen Ausbau der B 31 für notwendig, da die Straße zu den Unfallschwerpunkten im Landkreis zähle. Das Problem laut Stegmann: Der Freistaat Bayern hat den Ausbau im Bundesverkehrswegeplan angemeldet, nicht jedoch das Land Baden-Württemberg. "Wir müssen hier dran bleiben", sagt Stegmann.

Unfälle auf der B 31

2017 ereigneten sich auf bayerischen Seite der B 31 zwischen Anschlussstelle Sigmarszell und Landesgrenze 30 Verkehrsunfälle (2016: 30). Davon handelte es sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Kempten in sechs Fällen um Unfälle mit Verletzten. Es wurden fünf Menschen schwer und 13 leicht verletzt. Zudem kamen zwei Menschen ums Leben. VFünf Unfälle passierten im Zusammenhang mit einem Überholvorgang. Überhöhte Geschwindigkeit konnte bei keinem Unfall als "allein unfallursächlich" nachgewiesen werden. Ursache für die meisten Unfälle war laut Polizei zu dichtes Auffahren.

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