Friedrichshafen Grüne machen sich für Regiobus-Linie stark

Das Landratsamt will nun für eine Verbindung zwischen Ravensburg, Markdorf, Meersburg und Konstanz kämpfen.

Zur Regiobus-Linie Ravensburg–Markdorf–Meersburg–Konstanz sagte Landrat Lothar Wölfle in der jüngsten Kreistagssitzung: "Wir haben den Auftrag, hier am Ball zu bleiben. Und das machen wir gerne." Die Kreistagsfraktion der Grünen hatte die Verwaltung beauftragt, "die ab Januar gegebene Steuerungsmöglichkeit als Aufgabenträger für Busse und Stadtbahnen zu nutzen, um die Regiobus-Linie mit einem Stundentakt von 5 Uhr bis 24 Uhr zur Aufnahme in das Landesprogramm zu beantragen". Der Hintergrund: Das Land möchte ein qualitativ hochwertiges ÖPNV-Angebot schaffen. Ein Instrument dafür ist das Förderprogramm "RegioBus-Linien". Das Förderprogramm sieht vor, dass das durch die Angebotsausweitung entstehende Betriebskostendefizit jeweils hälftig zwischen Land und Landkreis(en) getragen wird.

Seit 1. März 2017 verkehrt der Regiobus Donau-Bodensee (Linie 500) zwischen Überlingen und Sigmaringen. Ausgehend von dieser starken Achse entwickeln sich nachgelagert bedarfsorientierte Verkehre für Ortschaften, die abseits der Regiobus-Achse liegen. Im Rahmen der Prüfung weiterer Regiobus-Linien durch die Kreisverwaltung hatte die Stadt Markdorf die Linie Ravensburg–Markdorf–Konstanz vorgeschlagen. Auch Ravensburg hat Interesse. Eine Regiobus-Linie zwischen Ravensburg und Konstanz könnte zukünftig den Linienweg der heutigen Städte-Schnellbus-Linie 7373 ergänzen. Im Nahverkehrsplan des Bodenseekreises sind für die Verbindung mindestens stündliche Fahrten vorgesehen. Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Linie 7537 Ravensburg–Markdorf–Meersburg nahezu parallel die Strecke bedient, weise die Verbindung dennoch eine große Diskrepanz zwischen dem vorhandenen Fahrplanangebot und dem angestrebten Mindestbedienungsumfang aus, ist der Sitzungsvorlage zu entnehmen.

Gegenüber anderen Linien habe der Städte-Schnellbus aber mit zusätzlichen Kostenfaktoren zu kämpfen. Besonders ins Gewicht fielen die hohen Kosten für die Fährüberfahrt und die Standzeiten auf der Fähre. Das Landratsamt hat bereits eine Anfrage an das Ministerium gestellt, ob die Linie für eine Förderung grundsätzlich in Frage kommt. Dies wurde in einer ersten Antwort verneint. Da zwischenzeitlich der Erfolg vieler Regiobus-Linien offensichtlich und es erklärter Wille der Landesregierung ist, weitere Regiobus-Linien zu etablieren, hat das Land inzwischen zumindest Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Daraufhin hat das Landratamt mit der RAB ein Fahrplankonzept entwickelt, das die Betriebszeiten des Regiobusses umfasst. Auf Frage von Helmut Faden (Grüne) sagte Landrat Lothar Wölfle, dass man in etwa sechs Monaten mit einer Antwort seitens des Landes rechnen könne.

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