Bodenseekreis Ein Ikea in der Bodenseeregion rückt näher

Die Vorarlberger Landesregierung gibt grünes Licht für den schwedischen Möbelkonzern in Lustenau

 Nach rund zweijährigen Verhandlungen haben die Lustenauer Gemeindevertreter im November 2016 für den Verkauf eines Grundstückes an der Dornbirner Straße gestimmt. Der schwedische Möbelkonzern Ikea will dort seine erste Filiale in Vorarlberg errichten, strategisch günstig gelegen nahe der deutschen und der schweizerischen Grenze. Der Lustenauer Ikea soll eine Verkaufsfläche von rund 10 000 Quadratmetern haben. Insgesamt, so die Auskunft von Raimund Zirker, bei der Gemeinde zuständig für Wirtschaft, Vermögen und Liegenschaften, hat Ikea rund neun Millionen Euro für das etwa 24 400 Quadratmeter große Grundstück bezahlt. Ikea ist dabei laut Vertrag auch für notwendige verkehrstechnische Maßnahmen verantwortlich.

Nun gab es für das Großprojekt auch grünes Licht von der Vorarlberger Landesregierung. Sie hat den Landesraumplan für den Bau beschlossen. Damit kann der schwedische Konzern bereits im kommenden Jahr konkrete Pläne vorlegen und mit den Verantwortlichen abstimmen. Gegen den Bau des Möbelriesen hatten unter anderem die Grünen und die FPÖ gestimmt. Deren Mitglieder fordern jetzt eine Analyse darüber, wie sich das zu erwartende erhöhte Verkehrsaufkommen auf die Region auswirken wird. Die Freiheitlichen zweifeln dabei die Berechnungen eines Verkehrsgutachtens an, das von rund 4500 zusätzlichen Fahrten pro Tag ausgeht, die FPÖ hält 10 000 zusätzliche Fahrten für realistisch.

In Lustenau hofft man indes, dass durch die Ansiedlung des schwedischen Möbelhauses Kaufkraft im Land bleibt. Schätzungen der Gemeinde gehen davon aus, das jährlich rund zwölf Millionen Euro aus Österreich und den Anrainerländern in den Ikea nach St. Gallen fließen.

Ikea

Der Möbelkonzern Ikea wurde 1943 in Schweden gegründet. Wichtigster Markt ist Deutschland. Derzeit gibt es in Deutschland 50 Ikea-Filialen, unter anderem in Ulm, Stuttgart und Freiburg, sowie eine Abholstation in Ravensburg. In der benachbarten Schweiz gibt es einen Ikea in St. Gallen und im vorarlbergischen Wolfurt bei Bregenz ebenfalls eine Abholstation. Weltweit arbeiten rund 147 000 Menschen in 27 Ländern und 324 Filialen für den Möbelgiganten. In Deutschland sind es rund 17 900 Mitarbeiter. Der Umsatz in Deutschland betrug 2016 rund 4,75 Milliarden Euro (weltweit 34,2 Milliarden Euro). Durchschnittlich gibt in Deutschland jeder Kunde 91,40 Euro bei seinem Ikea-Einkauf aus. (sh/Quelle: Ikea)

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