Waldshut-Tiengen Forrest Funk in Lauchringen: Vier Bands in Höchstform

Die 13. Auflage des Musikfestivals Forrest Funk in Lauchringen verzeichnete einen Besucherrekord. Die Organisatoren zählten rund 2500 Gäste. Vier Bands heizten dem Publikum ein.

Wenn mitten im Wald dröhnende Beats bis tief in die Nacht hinein die Erde zum Beben bringen und Menschen aus nah und fern zusammenkommen, um zu tanzen und zu feiern, dann ist Forrest Funk. Am Samstag ging die 13. Ausgabe des Kultfestivals des Musikvereins Oberlauchringen im Parkwald beim Oberlauchringer Bahnhof über die Bühne und konnte einen neuen Besucherrekord verzeichnen: Rund 2500 Menschen tummelten sich nach Aussage des Hauptorganisators, Heiko Probst, auf dem Festplatz. „Unfassbar“, kommentierte er den durchschlagenden Erfolg des Festivals, das mit vier ebenso professionell wie energiegeladen spielenden Bands vor Leben nur so vibrierte.

Funk in Leder-Kniebundhosen:  Zwei Musiker der österreichischen HMBC-Band, die es mit alpenländischem Charme krachen lässt.
Funk in Leder-Kniebundhosen: Zwei Musiker der österreichischen HMBC-Band, die es mit alpenländischem Charme krachen lässt. | Bild: Ursula Freudig

Trotz schwüler Sommerluft zogen die Musiker wilde Shows auf der Bühne ab. Dass es dabei gehörig „was auf die Ohren gab“ und musikalisch jede Grenze überschritten wurde, versteht sich von selbst: Funk, Hip Hop, Elektro, Pop, Jazz, Rap und Rock und sogar schräge Anklänge an Volkstümliches fegten in mächtig groovenden Rhythmen und unorthodoxen Mischungen über den Platz. Den Anfang machten mit Funkschrank junge Musiker aus der Gegend, die mit frechen, satten Beats, sofort die Stimmung in Fahrt brachten und den „Voice of Germany“-Rapper Florian Boger als Überraschungsgast mitgebracht hatten. Es war der letzte Auftritt der Band unter dem Namen Funkschrank, Kaoh wird sie sich zukünftig nennen, gab Sänger Nicolas Meinen bekannt.

Heimspiel für junge Wilde: Die Musiker von Funkschrank kommen aus der Region. Sie eröffnen das Forrest Funk Festival, vorne Gastsänger Florian Boger.
Heimspiel für junge Wilde: Die Musiker von Funkschrank kommen aus der Region. Sie eröffnen das Forrest Funk Festival, vorne Gastsänger Florian Boger. | Bild: Ursula Freudig

Die drei folgenden Bands heizten die Stimmung immer weiter an: Die österreichischen Almbauern von HMBC, ausgeschrieben Holstuonarmusigbigbandclub, machten sogar aus einem braven Stefanie-Hertl-Lied eine „funky Geschichte“, und mit der bayrischen Mundwerk-Crew rissen kraftvolle Hip-Hop-Rhythmen das Publikum mit.

Sie haben Spaß bei Forrest Funk:  Gaby Frey (von links) aus Lauchringen, Gaby Hilpert aus Heubach und Sven Jahn aus Dietlingen.
Sie haben Spaß bei Forrest Funk: Gaby Frey (von links) aus Lauchringen, Gaby Hilpert aus Heubach und Sven Jahn aus Dietlingen. | Bild: Ursula Freudig

Zum Schluss dann ließ mit musikalischer Wucht die Berliner Band Großstadtgeflüster mit deutschsprachigem Elektropop den Parkwald ein letztes Mal erbeben. Die Auftritte aller Bands wurden gefilmt: David Scheppus aus Kadelburg, Student des Medien- und Informationswesens, war mit einem achtköpfigen Team vor Ort. Als Bachelor-Arbeit wird er einen Film über den Konzertabend präsentieren, der wahrscheinlich auch auf You Tube zu sehen sein wird.

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