Tuttlingen Storz will ins Brücken-Geschäft

Das Tuttlinger Bauunternehmen Storz will künftig dabei helfen, Deutschlands marode Brücken wieder auf Vordermann zu bringen.

Das Tuttlinger Verkehrswegebau-Unternehmen Storz hat einen neuen Geschäftsbereich „Bauwerksinstandsetzung“ gegründet und ihn in Neustadt im Schwarzwald angesiedelt. Von dort aus sollen die Spezialisten für Brücken- und Ingenieurbau Projekte im ganzen Südwesten betreuen. Leiter der Niederlassung ist der 55-jährige Bauingenieur Bernd Weimer. In Deutschland gibt es allein Zehntausende von Brücken – sogenannte „Ingenieurbauwerke“ – an Autobahnen, Bundesfernstraßen, Landes- und Kommunalstraßen. „Eine Mammutaufgabe, die alle instand zu halten oder instand zu setzen“, sagt Weimer. Der gebürtige Schwenninger, der jahrelang praktische Erfahrung im Brückenbau und -erhalt gesammelt hat, sieht sich und seine Kollegen mit einem erheblichen Investitionsbedarf konfrontiert: „Die Gelder der öffentlichen Hand stehen eigentlich zur Verfügung. Was fehlt, ist qualifiziertes Personal auf allen Ebenen.“

Der inhabergeführte Mittelständler mit 120 Millionen Euro Jahresumsatz zählt bereits rund 700 Angestellte. Erhalt und Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur sei eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben im Bausektor, erläutert der Ingenieur. Man habe zu lange von der Substanz gelebt, der Nachholbedarf sei groß. Deshalb wolle der Verkehrswegebauer Storz künftig Synergien nutzen und Fahrbahn- und Bauwerkinstandsetzung aus einer Hand anbieten. Weimer: „Mit dem Know-how meiner Kollegen wird das unsere Bauprojekte beschleunigen. “ Weimer freut sich, dass gerade Neustadt firmenintern den Zuschlag für den neuen Bereich bekommen hat: „Wir liegen hier geografisch und strategisch mitten im Tätigkeitsbereich der Storz-Unternehmensgruppe, die vom östlichen Bodensee bis nach Basel und hoch nach Stuttgart reicht.“

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