Karlsruhe EnBW erhöht Strompreise

Strom des baden-württembergischen Platzhirsches wird ab April um rund vier Prozent teurer. Auch die Stadtwerke könnten sich gezwungen sehen, die Tarife anzupassen. Sie hängen oft am Netz der EnBW.

Der Energieversorger EnBW bittet seine Kunden zur Kasse und erhöht Anfang April die Strompreise. Das teilte das Karlsruher Unternehmen am Montag mit. Betroffen seien Verträge in der sogenannten Grundversorgung, hieß es – also der Vertragstyp EnBW Komfort. Auch Sondertarife würden in einer ähnlichen Größenordnung angepasst. Für einen typischen Kunden mit einem Stromverbrauch von 2900 Kilowattstunden pro Jahr summiere sich die Preiserhöhung auf "durchschnittlich rund vier Prozent", wie es weiter hieß. Die Gaspreise bleiben indes stabil. Der Versorger begründete den Schritt mit gestiegenen Netzentgelten. Diese bezahlen die Stromversorger für die Durchleitung des Stroms an die Netzbetreiber. Im Herbst hatten die EnBW-Netztöchter Transnet BW und Netze BW angekündigt, die staatlich regulierten Durchleitungsgebühren zum Jahreswechsel 2017/18 um gut 13 bezeihungsweise um gut acht Prozent anzuheben. Diese Erhöhung gibt die EnBW nun an ihre Stromkunden weiter.

Ob die Preiserhöhung auch Kunden anderer Energieversorger trifft, ist unsicher. Viele Unternehmen hängen am Netz der EnBW. Ein Sprecher der Stadtwerke Konstanz sagte, die Kunden seien von der EnBW-Preiserhöhung nicht betroffen. Preiserhöhungen der EnBW-Netztöchter würden nicht an die eigenen Kunden weitergegeben. 2018 bleiben die Strom-Grundversorgungstarife stabil. Von den Stadtwerken Villingen-Schwenningen hieß es, man plane "aktuell keine Erhöhung des Strompreises in der Grundversorgung".

 

 

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