Politik Trumps unverfrorener Botschafter Grenell

Selten hat sich ein amerikanischer Botschafter so unverfroren in die inneren Angelegenheiten seines Gastlandes eingemischt wie Richard Grenell, Trumps Chefdiplomat in Deutschland, kommentiert Dieter Löffler.

Wie der Herr, so sein Knecht. Selten hat sich ein amerikanischer Botschafter so unverfroren in die inneren Angelegenheiten seines Gastlandes eingemischt wie Richard Grenell, Trumps Chefdiplomat in Deutschland. Der Mann fordert mehr Einfluss für Rechtspopulisten in Europa. Genausogut hätte er sagen können: Merkel muss weg, ich unterstütze die AfD.

Kein Zweifel, dieser Botschafter vertritt nicht sein Land, sondern eine politische Bewegung. Das ist ein klarer Verstoß gegen alle diplomatischen Statuten. Ein Anfängerfehler? Sicher nicht. Grenell ist seit seinem Amtsantritt in Berlin ehrfach mit übergriffigen Äußerungen aufgefallen. Man darf vermuten: Er hat von Trump den Auftrag dazu. Offenkundig versteht sich der 51-Jährige nicht als Diplomat alter Schule, sondern als verlängerter Arm seines Chefs in Berlin. Provokationen und Grenzüberschreitungen gehören zu seiner Stellenbeschreibung. Niemand muss sich ein solches Gebaren bieten lassen, auch nicht die Bundesregierung.

Ihre Meinung ist uns wichtig
☀ Einzigartige Sonnenstücke vom See ☀
Neu aus diesem Ressort
Landau
Politik
Politik
Berlin
Berlin
Kabul
Die besten Themen