Berlin Schlechte Noten für Barbara Hendricks: Klassenziel verfehlt

Ihre Tage im Amt der Umweltministerin sind gezählt. Gleichwohl wird Barbara Hendricks, wenn auch ungewollt, in den anstehenden Koalitionsverhandlungen eine zentrale Rolle spielen. Ein Kommentar von Martin Ferber.

Sie hat den künftigen Regierungsparteien ein dickes Ei ins Nest gelegt. Denn Deutschland ist dabei, vom Vorreiter beim Klimaschutz zum Klimasünder zu werden. Der Musterschüler verfehlt das Klassenziel deutlich.

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Statt Energie zu sparen, statt Strom- und Spritverbrauch zu senken, geschieht das Gegenteil: Deutschland verbraucht mehr Strom, mehr Benzin, mehr Öl und mehr Gas. Und vor allem: Trotz Energiewende wird immer mehr schmutziger Strom aus Braun- und Steinkohle produziert. Für die Grünen kommen die Zahlen aus dem Hause Hendricks wie gerufen.

Das ist die Munition, die sie für die Verhandlungen mit CDU, CSU und FDP benötigen, um ihre Wahlversprechen zu erfüllen. Auch für Merkel geht es um viel. Ihr Ruf als Klimakanzlerin steht auf dem Spiel.

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