Brüssel Ohne Führung: Kann das Geschacher um den Klimaschutz gut enden?

Europa steht unter Druck. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen will die Union mit großem Ehrgeiz zeigen, dass Wirtschaftswachstum und Klimaschutz zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Ein Kommentar von Detlef Drewes.

Dass die ökonomisch höchst unterschiedlichen Länder sich dabei auf eine Verteilung der Lasten verständigen, ist nicht nur verständlich, sondern wohl auch notwendig. Doch die Zahl der Hintertüren stellt den Erfolg in Frage.

Wenn nicht einmal Deutschland trotz Energiewende und offen zur Schau getragenem Ehrgeiz seine für das Jahr 2020 gesteckten Ziele erreichen kann, ist das ein Rückschlag – auch für Europa. Das Verschieben und Gutschreiben von höheren Einsparquoten bei den Abgasen auf das Konto eines anderen EU-Staates macht es leicht, sich aus unpopulären Anforderungen zu verabschieden. Solches Geschacher hat mit der globalen Führungsrolle, die die Gemeinschaft nur allzu gerne übernehmen möchte, wenig zu tun. Die EU wird nachlegen müssen.

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