Freiburg Gericht verkündet Urteil im Missbrauchsprozess von Staufen

Nach vier Tagen Verhandlung will das Landgericht Freiburg im Fall des jahrelangen Missbrauchs eines Kindes ein Urteil sprechen. Dem angeklagten Soldaten der Bundeswehr drohen mehrere Jahre Haft. Die Anklägerin und die Vertreterin der Nebenklage wollen zusätzlich Sicherungsverwahrung.

Im Prozess um den jahrelangen Missbrauch eines Kindes bei Freiburg will das Landgericht am heutigen Nachtmittag ein Urteil verkünden. Angeklagt ist ein 50 Jahre alter Soldat der Bundeswehr.

Der Deutsche hat gestanden, den aus Staufen stammenden Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben (Az.: 6 KLs 160 Js 30350/17). Die Plädoyers wurden am Dienstag gehalten. Die Staatsanwältin forderte zwölf Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung, der Verteidiger vier Jahre Haft ohne Sicherungsverwahrung. Die Anwältin der Nebenklage, die das Opfer vertritt, plädierte auf elf Jahre Gefängnis, Sicherungsverwahrung und 12.500 Euro Schmerzensgeld.

Der Junge war mehr als zwei Jahre per Internet Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Es ist in Freiburg der zweite von mehreren Prozessen, weitere folgen. In dem Missbrauchsfall gibt es insgesamt acht Verdächtige.

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