München Aufhören – oder doch nicht? Seehofer-Zitate der vergangenen Jahre

Hört er 2018 auf – oder doch nicht? Soll der nächste CSU-Chef in Berlin sitzen – oder doch nicht? Horst Seehofer hat sich zu derlei Fragen in den vergangenen Jahren immer wieder geäußert – und sich dabei manchmal selbst korrigiert. Ein Rückblick in Zitaten.

- Am 19. September 2012 erklärt Seehofer seine Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2013. „Ich bin bereit, mit Euch gemeinsam in diesen Kampf zu gehen“, sagt er auf einer Fraktionsklausur. Einen Tag später kündigt er an, dass er zwar die komplette Legislaturperiode bis 2018 ausfüllen, dann aber sicher aufhören will: „Dann ist auch Schluss.“

- Am 26. Oktober 2014 schließt Seehofer eine weitere Amtszeit als bayerischer Ministerpräsident nicht mehr aus. „Ich habe das große Ziel, dass wir in der CSU einen geordneten Generationenübergang hinbekommen. Aber ich wüsste auch, was ich zu tun hätte, wenn kein ordentlicher Übergang gewährleistet wäre“, sagt er dem „Spiegel“.

- Am 7. Januar 2015 sagt Seehofer dann wieder der Zeitung „Die Welt“: „Ich werde bei der nächsten Landtagswahl nicht mehr kandidieren.“

- Am 8. April 2016 sagt Seehofer auf die Frage nach einer möglichen weiteren Amtszeit nach 2018: „Das würde ich auch gern wissen.“

- Am 16. Oktober 2016 deutet Seehofer den Verzicht auf eines seiner Ämter an. „Ich kann für die CSU nicht ewig den Libero machen. Einmal soll ich die absolute Mehrheit in München holen und dann die bayerischen Interessen in Berlin durchsetzen“, sagt er der „Bild am Sonntag“. „Wenn wir in Zukunft erfolgreich sein wollen, müssen wir uns personell verbreitern.“ Bei einem Bundestag mit sieben Parteien brauche man „den CSU-Chef und weitere starke Kräfte in Berlin“.

- Am 18. Dezember 2016 korrigiert sich Seehofer und betont, solange er selbst das Amt des Parteivorsitzenden inne habe, sei die Berliner Lösung nicht zwingend: „Aufgrund der Besonderheit meiner politischen Biografie kann ich Wirkungsmacht auch aus München entfalten.“

- Am 17. Februar 2017 kündigt Seehofer an, möglicherweise über 2018 hinaus Ministerpräsident und Parteichef bleiben zu wollen. „Darüber führe ich gerade Gespräche in meiner Partei, auch mit meinen Amtsvorgängern“, sagt er dem „Spiegel“. Bis 6. Mai gebe es Klarheit.

- Am 3. April 2017 kündigt er die Entscheidung für 24. April an – und legt die Messlatte hoch: „Sie müssen wollen, Sie müssen können, und Sie müssen gewinnen – das ist die Maxime, die ich mir selber anlege und die ich auch an andere anlege. Das Wollen alleine reicht nicht.“

Ihre Meinung ist uns wichtig
Herbstliche Weine vom Bodensee
Neu aus diesem Ressort
Politik
Politik
Nürnberg
Politik
Politik
Politik
Die besten Themen
Kommentare (4)
    Jetzt kommentieren