Charlottesville Zusammenstöße bei Demonstration von Rechtsextremisten in USA

Bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten und Neonazis in der Stadt Charlottesville (US-Bundesstaat Virginia) ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten gekommen.

Vor einer Kundgebung des Ku Klux Klans und anderer rechtsextremer Gruppen ist es im US-Bundesstaat Virginia zu Zusammenstößen mit Gegendemonstranten gekommen. Beide Seiten gingen in Charlottesville mit Schlagstöcken, Flaschen und Wurfgeschossen aufeinander los.

Anhänger des Ku Klux Klans und anderer rechtsextremer Gruppen haben sich im US-Bundesstaat Virginia gewalttätige Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten geliefert. Beide Seiten gingen am Samstag in der Stadt Charlottesville mit Schlagstöcken, Flaschen und Wurfgeschossen aufeinander los, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Die Polizei sprach auf Twitter von mindestens zwei Verletzten und verhängte ein Versammlungsverbot. Die Behörden riefen den Ausnahmezustand aus.

Bild: CHIP SOMODEVILLA (GETTY IMAGES NORTH AMERICA)

Zu den Krawallen kam es vor Beginn eines Marsches unter dem Motto "Vereint die Rechte". Dabei standen Hunderte Rechtsextreme in paramilitärischen Uniformen ebenso vielen Anhängern antifaschistischer Gruppen gegenüber. Unter Buhrufen schwenkten die rechten Teilnehmer die Flagge der sklavenhaltenden Südstaaten aus dem Bürgerkrieg. 

Die Polizei trieb die Menge mit Tränengas auseinander und nahm gewalttätige Teilnehmer fest. Zudem räumte sie einen Park und untersagte die geplante Kundgebung. Zuvor hatten sich hunderte Rechtsextreme mit Fackeln auf dem Universitätscampus von Charlottesville versammelt.

Bild: CHIP SOMODEVILLA (GETTY IMAGES NORTH AMERICA)

Zu der Demonstration aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und US-Präsident Donald Trump unterstützt. Der Protest richtete sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Sie will ein Denkmal des Bürgerkriegs-Generals Robert Lee entfernen lassen. Lee führte Mitte des 19. Jahrhunderts die Südstaaten-Truppen.

Anlass für die Kundgebung unter dem Motto „Vereinigt die Rechte“ war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-General Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Erwartet wurden bis zu 6000 Teilnehmer aus verschiedenen Spektren der Ultrarechten.

Bild: CHIP SOMODEVILLA (GETTY IMAGES NORTH AMERICA)

Trump verurteilt „Hass“ und Gewalt bei Ku-Klux-Klan-Versammlung in Virginia

US-Präsident Donald Trump hat die Ausschreitungen bei der Versammlung des Ku-Klux-Klans und anderer rechtsextremer Gruppen scharf verurteilt. Trump schrieb am Samstag auf Twitter, in den USA sei kein Platz für solchen „Hass“ und solche Gewalt. Nach Polizeiangaben wurden bei den Zusammenstößen in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia mehrere Menschen verletzt.

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