Potsdam «Guide Michelin»: Südwesten bleibt mit 74 Häusern weit vorn

Baden-Württemberg ist traditionell eine Hochburg der Feinschmecker. 74 Restaurants dürfen sich 2018 mit einem oder mehreren «Michelin»-Sternen schmücken. Ein Edelrestaurant im Hohenlohekreis bekommt seinen zweiten Stern.

Baden-Württemberg kann sich mit einem neuen Zwei-Sterne-Restaurant schmücken. Das Gourmet-Restaurant «Le Cerf» in Zweiflingen (Hohenlohekreis) mit Küchenchef Boris Rommel hat im «Guide Michelin» 2018, der am Dienstag in Potsdam vorgestellt wurde, einen Stern hinzugewonnen. Insgesamt bleibt der Südwesten mit 74 Sterne-Restaurants, darunter 2 Mal 3 und 7 Mal 2 Sterne, deutlich an der Spitze der Bundesländer, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 51 und Bayern mit 48 ausgezeichneten Häusern.

Neu mit einem Stern sind das «Eckert» in Grenzach-Wyhlen (Kreis Lörrach), «Emma Wolf since 1920» und «Le Corange» in Mannheim sowie «Anima» in Tuttlingen und «Siedepunkt» in Ulm. Seine beiden Sterne verloren hat «Brenners Park-Restaurant» in Baden-Baden. Einen Stern verloren haben «Rilke Restaurant Kerzenstube» in Backnang (Rems-Murr-Kreis), «Die Ente» in Ketsch (Rhein-Neckar-Kreis), «Landgasthof am Königsweg» in Kirchheim unter Teck/Ohmden (Kreis Esslingen) und «Landgasthof Adler» in Rosenberg (Ostalbkreis).

Der Hotel- und Restaurantführer «Guide Michelin» Deutschland erreicht mit seiner Ausgabe 2018 erstmals die Marke von 300 Sterne-Restaurants. Mit dem «Atelier» im Hotel «Bayerischer Hof» unter Leitung von Jan Hartwig (35) in München kommt ein elftes Drei-Sterne-Haus hinzu, wie der internationale Direktor des «Guide Michelin», Michael Ellis, sagte. «Die Küche von Jan Hartwig hat in nur wenigen Jahren eine ganz eigene Handschrift entwickelt», lobte er.

Die Zahl der Zwei-Sterne-Häuser liegt bei 39, davon vier neue Häuser. 250 Restaurants führen einen Stern. Die deutsche Ausgabe umfasst auch ein Restaurant mit einem Stern im österreichischen Kleinwalsertal. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 292 Sterne-Restaurants aufgelistet.

Erstmals seit Jahrzehnten ist Harald Wohlfahrt (62) nicht mehr im «Guide Michelin» vertreten, der als Küchenchef der «Schwarzwaldstube» im baden-württembergischen Baiersbronn ein Vierteljahrhundert die höchste Auszeichnung von drei Sternen hielt. «Man kann vor ihm nur den Hut ziehen», sagte der Direktor «Guide Michelin» Deutschland/Schweiz, Ralf Flinkenflügel.

Dutzende Sterne-Köche in Deutschland haben Wohlfahrts Schule durchlaufen. Das Restaurant im «Hotel Traube Tonbach» behält auch unter seinem Nachfolger Torsten Michel drei Sterne. «Die Qualität und das Niveau sind unverändert sehr hoch», sagte Flinkenflügel. Das zweite Haus mit der höchsten Auszeichnung im Südwesten bleibt das «Restaurant Bareiss» mit Küchenchef Claus-Peter Lumpp in Baiersbronn.

Auf einen besonderen Rekord kann das Restaurant «Adler» in Häusern im Schwarzwald stolz sein. Seit den ersten «Michelin-Sternen» in Deutschland im Jahr 1966 erhielt es in jedem Jahr einen Stern.

Neben den Sternen verteilt der «Guide Michelin» an 460 Häuser die Auszeichnung «Bib Gourmand». Sie weist auf Restaurants hin, die sorgfältig zubereitete Mahlzeiten zu einem besonders günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. In den Handel kommt das Buch am 17. November.

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