Stuttgart Grundbildung: Volkshochschulen geben Ministerium Korb

Die Volkshochschulen wollen sich an dem geplanten Landesbeirat für Alphabetisierung und Grundbildung nicht beteiligen. Das Land verweigere die im Weiterbildungspakt zugesagte Erhöhung seiner Mittel auf den Bundesdurchschnitt und konterkariere damit die Absicht, bildungsferne Zielgruppen zu erreichen, begründete Verbandsdirektor Hermann Huba am Dienstagabend in Stuttgart den Schritt.

Die Gründung des Beirats hat Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) laut Huba an einem Grundbildungstag kommenden Mittwoch vorgesehen. Im Südwesten zahlen die Teilnehmer der Kurse knapp 60 Prozent der Kosten selbst, im Bundesschnitt liegt die Eigenbeteiligung bei gut 40 Prozent. Der unter anderem mit Arbeitgebern, Gewerkschaften und Kommunen besetzte Beirat müsse ohne den größten Grundbildungsanbieter auskommen.

Im Südwesten bieten 169 Volkshochschulen samt 700 Außenstellen neben Grundbildung auch Kurse in Gesundheit, Sprachen, Politik, Gesellschaft und Kultur sowie berufliche Bildung an. Etwa jeder fünfte Baden-Württemberger nutzt diese Angebote. Der Landesbeirat für Alphabetisierung und Grundbildung soll die Zahl der Analphabeten spürbar verringern.

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