Baden-Württemberg Wintereinbruch im Südwesten: Zahlreiche Einsätze für Polizei und Feuerwehr

Umgestürzte Bäume, schneeglatte Straßen und Überflutungen: Die Einsatzkräfte in Teilen Baden-Württembergs haben alle Hände voll zu tun. Manche Autofahrer werden eiskalt vom Wintereinbruch erwischt.

Nach den Unwettern am Wochenende sind etliche Baden-Württenberger zu Wochenbeginn vom Winter überrascht worden. Schneeglatte Straßen haben am Montagfrüh vor allem Autofahrer im Hochschwarzwald auf die Probe gestellt. Polizei und Feuerwehr rückten zu Dutzenden Einsätzen aus.

Im Höllental bei Freiburg blieben Lastwagen auf der bergigen und durch Schnee rutschigen Straße liegen und blockierten die Bundesstraße 31 für etwa eine Stunde. Das teilte die Polizei mit.

Zudem kam es in der Region zu mehreren Unfällen, weil Autos mit Sommerreifen unterwegs und zu schnell waren. Fahrzeuge gerieten ins Schleudern und kamen von der Straße ab. Meist blieb es bei Blechschäden.

Kreis Lörrach: Umgewehter Baum stürzt auf Auto

Die Polizei rief Autofahrer dazu auf, nur noch mit Winterreifen in die Berge zu fahren, Lastwagen sollten Schneeketten an Bord haben. Zudem sollten Fahrer, gerade jetzt zu Beginn der Winterzeit, besonders vorsichtig und vorausschauend fahren.

Schon nach dem ersten Schneefall am Sonntagnachmittag mussten Einsatzkräfte ausrücken. Mehrere Regionen waren vor allem von Starkregen, heftigen Windböen, Blitz und Donner betroffen.

Schneefall auf der B31 im Höllental
Schneefall auf der B31 im Höllental | Bild: kamera24


Das Ausmaß wurde erst im Laufe des Montags deutlich. So stürzte in Schliengen (Kreis Lörrach) ein umgewehter Baum auf ein Auto, der 54 Jahre alte Fahrer wurde schwer verletzt. Feuerwehrleute befreiten ihn aus dem Wrack. Er wurde in eine Klinik gebracht.

Auf einer Weide in Aitern geriet eine Kuhherde wegen drohender Überflutung in Gefahr und musste gerettet werden.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen stürzten Bäume und Bauzäune um, auch gab es überflutete Straßen. Am Montagmorgen gerieten im Kreis Reutlingen Autos von der Fahrbahn, zwei Fahrer wurden leicht verletzt. Im Kreis Tübingen stürzten Bäume auf Straßen, verletzt wurde niemand.

Kreis Tuttlingen: Auto stürzt 30 Meter in die Tiefe

In Lenningen (Kreis Esslingen) krachte ein Baum auf die Mauer eines Grundstücks. Die Polizei bezifferte den Schaden auf etwa 10.000 Euro. In anderen Kommunen des Kreises entwurzelten starke Böen mehrere Bäume, die auf geparkte Autos fielen. Auf schneeglatter Fahrbahn war ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug ins Rutschen gekommen und bei Mahlstetten (Kreis Tuttlingen) 30 Meter in die Tiefe gestürzt. Nach Polizeiangaben erlitt der 31-Jährige am Sonntag leichte Verletzungen.

In den kommenden Tagen soll sich der Nebel am frühen Morgen schnell auflösen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Das Wetter in der neuen Woche zeigt sich demnach stark bewölkt, aber weitgehend trocken bleiben. Die Temperaturen liegen zwischen 2 Grad im höheren Bergland und 9 Grad im Breisgau.

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