Ulm Werbegeschenk löst Polizeieinsatz aus: Entwarnung nach Fund von verdächtigem Paket in Ulm

Ein verdächtiges Paket versetzt die Polizei in Ulm in Alarmbereitschaft. Doch der Inhalt entpuppt sich eher als weihnachtlich.

Ein Werbegeschenk zu Weihnachten hat am Mittwoch in Ulm einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Beamten waren am Vormittag zu einer Apotheke gerufen worden, weil dort ein Paket ohne Absender eingegangen war. Nach einer guten Stunde gab es allerdings Entwarnung: „Die Ermittlungen haben ergeben, dass der Inhalt nicht gefährlich ist“, sagte eine Polizeisprecherin. Es habe sich um eine normale Paketlieferung gehandelt - demnach war in dem Päckchen ein Werbegeschenk zu Weihnachten.

Nach der Entwarnung seien die Absperrungen und Straßensperrungen im Bereich Wengengasse und Sterngasse wieder aufgehoben worden, ebenso wie eine Evakuierung des betroffenen Gebäudes. Das Paket war laut Polizei ohne Absender an die Apotheke geschickt worden. Der Betreiber hatte daraufhin die Beamten verständigt, da derzeit bundesweit vor Paketbomben gewarnt wird.

Einer oder mehrere Erpresser fordern vom Logistikkonzern DHL einen Millionenbetrag und drohen mit Paketbomben. Am Freitag hatte ein Sprengsatz am Potsdamer Weihnachtsmarkt einen Großalarm ausgelöst. Eine andere Paketbombe war schon einen Monat zuvor in Frankfurt (Oder) in Flammen aufgegangen.
 

Fahndung nach DHL-Erpresser: Polizei warnt eindringlich vor verdächtigen Paketen


Im Zuge der Fahndung nach dem DHL-Erpresser warnt die Polizei eindringlich vor dem Öffnen verdächtiger Pakete. Da Paketbomben in der Regel erst beim Öffnen explodierten, sollten Empfänger bei einem Verdacht das Paket oder den Brief keinesfalls berühren und sich in Sicherheit bringen, hieß es in einer vom Polizeipräsidium des Landes Brandenburg veröffentlichten Handlungsanweisung: „Unterlassen Sie im Verdachtsfall jegliches weiteres Hantieren mit der Sendung!“ Mit einer Grafik wird erläutert, welche Merkmale eine verdächtige Postsendung haben könnte.
 

 

Allein am Vortag seien von Bürgern acht Verdachtsfälle gemeldet worden, die sich glücklicherweise als harmlos herausgestellt hätten, sagte Polizeisprecherin Stefanie Klaus am Mittwoch. „Wir sind sehr froh, dass die Bürger so aufmerksam sind und rufen dazu auf, jeden Verdachtsfall zu melden.“ Zu der Paketbombe, die in der vergangenen Woche einer Potsdamer Apotheke zugestellt wurde, seien bei der Sonderkommission „Quer“ bislang 70 Hinweise eingegangen. „Eine heiße Spur war bislang nicht darunter“, sagte Klaus.

 

 

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